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Tagung Sprache, Diskriminierung, Gewalt

Sprache - Diskriminierung - Gewalt

Tagung am 30. März 2022

Das Verhältnis von Sprache und Gewalt äußert sich auf unterschiedlichste Weise, von subtilen oder expliziten Diskriminierungsformen in der Alltagssprache, den Hasskampagnen in ständig an Einfluss zunehmenden sozialen Medien bis hin zur propagandistischen Hetze im Journalismus und im politischen Diskurs. Diskriminierung zieht sich dabei wie ein roter Faden durch die vielschichtige und komplexe Phänomen des sprachlichen Ausdrucks von Gewalt. Die Fachtagung hat das Ziel, verschiedene Aspekte von gewaltgeprägter und gewaltverbreitender Kommunikation zu beleuchten sowie Ansätze und Methoden auszuloten, diese zu entschärfen.

Referent*innen - Vormittag

Referent*innen - Vormittag

Stefano Pasta
Linguaggio e identità - Vortrag

La lingua è sempre parte della nostra identità, la lingua è strettamente legata alla cultura e al modo di vivere. La relazione si concentrerà sulle interazioni tra identità e lingua, sul peso della lingua tra persone e gruppi di persone e sul significato dell’appartenenza a comunità linguistiche.

Stefano Pasta ist studierter Zeithistoriker und promovierter Pädagoge. Er unterrichtet an der Università Cattolica di Milano Didaktik und Sonderpädagogik.

Graziella Priulla
Parole tossiche - Interview

Le parole non sono strumenti inerti ma definiscono l’orizzonte in cui viviamo e costruiscono realtà. La violenza verbale genera violenza negli schemi mentali, nell’immaginario e nelle relazioni. Il linguaggio volgare e aggressivo è legittimato ovunque e la nostra soglia di disagio si è abbassata notevolmente.

Graziella Priulla ist Kommunikations- und Kultursoziologin. Sie war Professorin an der Università di Catania und arbeitet an Themen der Geschlechtergerechtigkeit.

Kübra Gümüşay
Sprache und Sein - Lesung

Kübra Gümüşay setzt sich seit langem für Gleichberechtigung und Diskurse auf Augenhöhe ein. In ihrem ersten Buch geht sie der Frage nach, wie Sprache unser Denken prägt und unsere Politik bestimmt. Sie zeigt, wie Menschen als Individuen unsichtbar werden, wenn sie immer als Teil einer Gruppe gesehen werden – und sich nur als solche äußern dürfen.

Kübra Gümüşay ist Autorin, Journalistin und politische Aktivistin. Sie studierte Politikwissenschaften, schreibt zu den Themen Internet, Politik, Feminismus und Rassismus, sie veröffentlichte u.A. den Bestseller "Sprache und Sein".

Referent*innen - Workshops

Referent*innen - Workshops

Mbaye Ndack
Significanti e significati d’odio, tra performatività ed effettività del discorso d’odio

Il discorso d’odio incomoda i diritti umani e lo fa sotto un duplice punto di vista che può essere letto in chiave antitetica: da una parte, infatti, vi è la libertà di espressione e dall’altra il diritto individuale alla non discriminazione. In realtà questa lettura confliggente è ciò che va rifuggito.

Mbaye Ndack ist Rechtsanwältin, Autorin und Aktivistin. Sie befasst sich mit den Themen Rechtsphilosophie, Antidiskriminierungsrecht, Rassismus und Intersektionalität.

Walter Pichler
Klassismus in der Schule

Im Workshop wird auf folgende Themen eingegangen: struktureller Klassismus im Südtiroler Bildungssystem, Klassismus gegenüber Kindern mit Migrationshintergrund, Klassismus gegenüber Kindern sozial benachteiligter Klassen, Klassismus im Verhalten der Kinder untereinander, Klassismus im Verhalten der Lehrpersonen gegenüber Kindern.

Walter Pichler studierte Geschichte und ist Oberschullehrer in Meran. Er veröffentlichte mehrere Arbeiten, u.A. zur Südtiroler Zeitgeschichte und politischen Bildung für Schüler*innen in Südtirol.

Graziella Priulla
Parole tossiche - cronache di ordinario sessismo

L’insulto violento e la volgarità esibita, tesi a offendere, zittire e far sentire inferiori, sono per molti die modi di relazionarsi con gli altri. Paradossalmente questi linguaggi non sono più una trasgressione ma conformismo e normalità.

Graziella Priulla ist Kommunikations- und Kultursoziologin. Sie war Professorin an der Università di Catania und arbeitet an Themen der Geschlechtergerechtigkeit.

Stefano Pasta
Razzismi 2.0 Analisi socioeducativa dell’odio online

Odio online, razzismi 2.0, hate speech e ostilità verso l’altro: la diffusione di azioni e linguaggi violenti nel Web preoccupa chi cerca risposte educative. Questo workshop propone un nuovo modo di pensare la media education.

Stefano Pasta ist studierter Zeithistoriker und promovierter Pädagoge. Er unterrichtet an der Università Cattolica di Milano Didaktik und Sonderpädagogik.

Cristina Martini
Cyberbullismo e Hate-Speech

L’adolescenza rappresenta un momento ricco di stimoli e cambiamenti. I ragazz* si affacciano alle relazioni offline e online: è quindi fondamentale offrire loro chiavi di lettura per utilizzare in modo consapevole i canali digitali e il linguaggio, che talvolta diventa «arma» per ferire l’Altro, alimentando dinamiche che rientrano nel cyberbullismo e nei discorsi d’odio.

Cristina Martini ist Forschungsmitarbeiterin an der Università di Verona, Medienpädagogin bei ProsMedia sowie Kommunikationsstrategin und Texterin. Sie veröffentlichte u.A. zu Themen wie die Sprache in den Medien.

Kwanza Musi dos Santos
Fairnessansatz im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich

Wissen verschiedener soziokultureller, religiöser und sprachlicher Systeme fördert die Bildung von Sensibilität, Wissen und Fähigkeiten, die sowohl auf persönlicher als auch auf beruflicher Ebene angewendet werden können. Im Workshop werden grundlegende Werkzeuge vermittelt, um mit spezifischen Fähigkeiten von Individuen, aber auch mit den Problemen, die durch systemischen Rassismus in Europa erzeugt werden, umzugehen.

Kwanza Musi dos Santos studierte internationale Beziehungen und Cultural Diversity, sie ist Mitbegründerin der Vereinigung QuestaèRoma und des Komitees für Kulturelle Vielfalt. Sie setzt sich für die Rechte gesellschaftlich marginalisierter Gruppen ein.

Teatro la ribalta
Superabile

»Superabile« versucht mit Leichtigkeit, Rhythmus und Humor ein schwieriges Thema anzugehen: jenes des »Anders sein«. In einem Theaterstück mit anschließender Diskussion sollen die Themen Gewalt, Diskriminierung und Sprache auf kreative Art und Weise reflektiert werden. Im Anschluss an das Stück findet eine Podiumsdiskussion statt.
** Sprache der Inhaltsbeschreibung entspricht Durchführungssprache