Was ist Cybermobbing?

bild von mitarbeiter Sarah Trevisiol Sarah Trevisiol Video 25.5.2018 Teilen

Informationsvideo

Mobbing passiert nicht nur in der Klasse und auf dem Schulhof, sondern auch im Netz!

Und im Netz geht nichts verloren! Also überleg genau, was du von dir und anderen preisgibst!

Die Verbreitung von gewalttätigen Inhalten ist gleichsam schwerwiegend, wie die erstmalige Veröffentlichung. Die Anonymität hinter dem Bildschirm verführt leider zum Glauben, keine Verantwortung für das eigene Tun tragen zu müssen und ungeniert handeln zu können.  Online-Gewalt soll und kann genauso wie jede andere Form von Gewalt, die wir im realen Leben erleben, bekämpft werden. 

Digitale Ethik

Es gibt viele Verbände, die in Europa engagiert tätig sind, um eine verantwortungsvolle und bewusste Nutzung des Netzes zu fördern.
Das Institut für Digitale Ethik in Deutschland z.B. weist auf die 10 Gebote der Digitalen Ethik hin: http://www.digitale-ethik.de/digitalkompetenz/10-gebote/
In Italien hingegen hat Generazioni Connesse eine Miniserie von Videos veröffentlicht, die Kinder vor den häufigsten Fehlern und der riskanten Nutzung des Internets warnt: http://www.generazioniconnesse.it/site/it/i-super-errori/

Wir vom Forum Prävention bieten zusätzlich zu den Videos über Cybermobbing und Mobbing, auch Workshops in Schulen (NO HATE - Schweigen bringt nichts!) und Workshops in Jugendtreffs/zentren (NO HATE - Sprechreiz!) an, in denen wir gemeinsam mit jungen Menschen die Ursachen und Konsequenzen von hate speech im Netz analysieren. Fort- und Weiterbildungen für Eltern und Lehrkräfte stehen auch zur Verfügung (Mobbing & Cybermobbing. Gemeinsam etwas dagegen tun). 
Bild: Institut für Digitale Ethik
Foto: Pixaby

Cybermobbing ist in Italien strafbar

Das italienische Parlament hat 2017 einstimmig das neue Gesetz über Cybermobbing genehmigt. Dies führt nun dazu, dass Cybermobbing erstmals als Gewaltakt definiert wird. Die genaue Beschreibung von Cybermobbing sagt, es handelt sich um:

„Jede Form von Druck, Aggression, Belästigung, Erpressung, Beleidigung, Verunglimpfung, Verleumdung, Identitätsdiebstahl; Änderung, widerrechtliche Wegnahme, Manipulation, illegale Verarbeitung personenbezogener Daten zum Nachteil des Minderjährigen, sowie die elektronische Verbreitung von Inhalten, welche ein oder mehrere Familienmitglieder betrifft, mit der Absicht, den Minderjährigen oder eine Gruppe zu isolieren um somit einen Akt von Missbrauch oder einen Angriff zu setzen, sowie ihn oder die Gruppe ins Lächerliche zu ziehen“. (Übersetzter Auszug vom Gesetzesentwurf).

Mehr zur italienischen Gesetzeslage bezüglich Cyber-Mobbing

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Das Gesetz sieht vor, dass jeder Minderjährige ab 14 Jahren (auch ohne Wissen der Eltern), die Möglichkeit hat, direkt den Webseite-Manager aufzufordern, die „Cyber-Aggression“ zu verschleiern oder zu entfernen. Wenn die zuständige Person die Warnung ignoriert, kann das Opfer, gemeinsam mit den Eltern, die Staatspolizei, insbesondere die Post- und Kommunikationspolizei, kontaktieren, welche innerhalb von 48 Stunden verpflichtet ist, einzugreifen.

Zudem wurde auch ein virtuelles Anti-Stalking-Gesetz festgelegt, welches besagt, dass jeder „Bully“ über 14 Jahren von der Quästur eine Verwarnung erhält, solang keine Anzeige auf Verleumdung, Bedrohungen oder rechtswidrige Verarbeitung der Daten vorliegt. Diese Verwarnung hält bis zur Volljährigkeit an.

Jede Schule muss außerdem unter den Professoren eine/n Vorsitzende/n ernennen, die/der für die Kontrolle und Prävention von Cybermobbing zuständig ist und falls nötig, mit den Polizeikräften arbeitet. Jede Schule ist verpflichtet, im Rahmen ihrer Autonomie, eine gezielte Internet-Bildung zu fördern und die Schüler/innen über die Rechte und Pflichten im Netz zu informieren. Ein interministerieller technischer Vorstand ist für die Koordinierung der verschiedenen Interventionen verantwortlich und entwickelt einen vollständigen Plan gegen Cybermobbing.

Dieses Gesetz ist ein wichtiger Meilenstein, um Cybermobbing entgegenzuwirken. Es ist eine Realität, die leider immer häufiger schwere Schäden für die Opfer verursacht und daher in all seinen Erscheinungsformen bekämpft werden muss, sowohl auf präventiver Ebene als auch durch Bildungsmaßnahmen.

Wer strafbare Inhalte im Internet nicht löscht, riskiert ab 2018 in Deutschland hohe Geldstrafen

Der Deutsche Bundestag gibt den Ton an: die Betreiber/innen von Internet-Plattformen sind zwar bereits seit 2007 verpflichtet, strafbare Inhalte zu löschen, wenn sie ihnen gemeldet werden, dennoch wird diese Pflicht nur selten umgesetzt. Damit ist ab jetzt Schluss! Am 30. Juni 2017 wurde das Netzwerkdurchsetzungsgesetz definitiv beschlossen und seit 2018 ist es in Kraft: die großen sozialen Netzwerke, die die sogenannte Hasskriminalität im Netz auch künftig nicht löschen, können mit Bußgeldern bis zu fünf Millionen Euro bestraft werden.

Auch Giganten wie Twitter, Facebook und YouTube müssen sich nun an die neuen Regeln Deutschlands halten und sich darauf einstellen, falsche Accounts, hasserfüllte Seiten und fakenews zu eliminieren.
Foto: Pixaby

Mehr zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Deutschland

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Für die klar illegalen Inhalte, wie z.B. Aussagen und Seiten, die die Existenz des Holocaust abstreiten, sieht das Gesetz vor, diese innerhalb von 24 Stunden zu löschen. Für die Seiten und Posts, die nicht so klar strafrechtlich verfolgbar sind, können bis zu sieben Tage für die Überprüfungsarbeiten vergehen.

Eine neutrale „anerkannte Einrichtung der Selbstregulierung“ kann im Fall von Zweifelsfällen den Plattform-Betreibern/innen helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Einrichtungen müssen gesetzliche Kriterien erfüllen, staatlich zugelassen sein, vom Bundesamt für Justiz überwacht werden und in ihren Entscheidungsgremien Vertretungen der Landesmedienanstalten enthalten.

Die Existenz dieser Selbstregulierung wird von einigen bereits kritisiert, denn das Risiko sei größer, zu viele Inhalte zu löschen, als Recht und Meinungsfreiheit einzuhalten.

Die Herausforderung für die Zukunft liegt darin, die Waage zwischen Freiheit des Einzelnen und demokratischen Rechten der Gesellschaft im Gleichgewicht zu halten.
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