Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität

Info 28.5.2020 Facebook Teilen

Bei der Geburt wird den Neugeborenen aufgrund ihrer Geschlechtsmerkmale ein Geschlecht zugewiesen, es gibt jedoch Menschen, die sich nicht oder nur teilweise mit diesem Geschlecht identifizieren. Zentral bei der Geschlechtsidentität ist, wie man sein Geschlecht erlebt und von außen wahrgenommen werden möchte. Das heißt, das soziale Geschlecht (Gender) ist für die Geschlechtsidentität auch ein wichtiger Aspekt. Menschen, bei denen das soziale Geschlecht nicht oder nur teilweise mit dem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht übereinstimmt, nennen sich transident oder Trans*. Manche Trans*Personen führen einen geschlechtsangleichenden Eingriff durch, andere wollen dies nicht machen.

Von Diskriminierung aufgrund der Geschlechtsidentität spricht man dann, wenn Trans*Menschen aufgrund ihres Geschlechts Benachteiligung oder Abwertung erfahren. Auch wenn gesagt wird, dass es Transidentität nicht gibt, handelt es sich um Diskriminierung.  

Die Welt wird vorwiegend in zwei Geschlechter eingeteilt. Diese unterliegen auch heute noch gesellschaftlichen Zuschreibungen und Erwartungen. Durch das Hinterfragen dieser geschlechtsbezogenen Zuschreibungen kann es gelingen, Stereotype aufzulösen und dazu beizutragen, dass unterschiedliche geschlechtliche Identitäten als gleichwertig wahrgenommen werden.
 

Barrieren verletzen...

Barrieren verletzen...

Ines wurde bei der Geburt das männliche Geschlecht zugeordnet und lebt ihre Identität als Frau aus. In ihrer Schule muss sie jedoch die Jungs Toilette nutzen, da es ihr verboten wurde, jene für Mädchen aufzusuchen.

Ines, die sich mit einem anderen Geschlecht identifiziert als ihr Geburtsgeschlecht und sich entschieden hat, dieses auch nach außen zu repräsentieren, möchte als Frau angenommen und wahrgenommen werden. Jede Barriere, die ihr dies verweigert, verletzt sie.
 
 

Die Bedürfnisse aller Menschen müssen ernst genommen werden...

Die Bedürfnisse aller Menschen müssen ernst genommen werden...

Paul hat eine Hormontherapie aufgrund einer bevorstehenden Geschlechtsangleichung begonnen. Nach dem Coming-Out bei seinem Arbeitgeber äußert er den Wunsch, von nun an nur mehr als Paul und nicht mehr als Paula angesprochen zu werden. In einer Kaffeepause hört er wie sich Arbeitskolleg*innen darüber lustig machen.

Die Geschlechtsidentität beeinflusst die Fähigkeiten einer Person nicht. Menschen, die sich nicht dem Geschlecht zugehörig fühlen, welches sie bei ihrer Geburt zugeordnet bekamen und sich einer Geschlechtsumwandlung unterziehen, müssen in ihren Bedürfnissen ernst genommen werden.
 
Unterstützung und Informationen:

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