„Suizidprävention bei Jugendlichen in Südtirol“

bild von mitarbeiter Peter Koler Peter Koler Info 28.8.2018 Facebook Teilen

Peter Koler, Anna Durnwalder, Guido Osthoff, Marlene Kranebitter, Michael Reiner, Sabine Cagol, Roger Pycha (Foto: Caritas)

Netzwerk nimmt Masterarbeit für weiterführende Diskussion zum Anlass

„Suizidprävention bei Jugendlichen in Südtirol“: Mit diesem heiklen Thema beschäftigte sich heute das Netzwerk Suizidprävention im Rahmen einer Pressekonferenz im Haus der Jugend in Bozen. Im Mittelpunkt stand dabei die gleichnamige Masterarbeit von Anna Durnwalder, Absol-ventin der Fakultät für Bildungswissenschaften an der Universität Innsbruck. Sie stellte dabei die wichtigsten Ergebnisse ihrer Arbeit vor. Die Vertreter des Netzwerkes zeigten auf, was es aus ihrer Sicht noch braucht, um die Suizidrate bei Jugendlichen (und auch sonst) langfristig zu senken

 

Anna Durnwalder nimmt in ihrer pädagogisch-psychologisch orientierten Masterarbeit vor allem die primärpräventiven und sekundärpräventiven Maßnahmen gegen die Jugendsuizidalität in Südtirol unter die Lupe. Zu ersteren gehören wichtige Schutzfaktoren wie persönliche und soziale Ressourcen: ein gutes Eltern-Kind-Verhältnis, das Vorhandensein eines sozialen Netzwerkes sowie Gefühle von Selbstwirksamkeit und Selbstwert.

Häufig festgestellte Risikofaktoren indes seien das Fehlen einer stabilen Eltern-Kind-Beziehung, kritische Lebensereignisse (z.B. der Tod einer nahestehenden Person, Gewalt, Misshandlung oder sexueller Missbrauch), schulischer Leistungsdruck, Überforderung, Mobbing und psychische Erkrankungen. Meist sei es nicht eine Ursache allein, die einen Jugendsuizid auslöse; die Ursachen seien „vielschichtig“. „Bei einer Suizidhandlung treffen oft mehrere ungünstige Bedingungen, Faktoren und/oder Ereig-nisse aufeinander“, so Durnwalder.

„In Südtirol werden bereits eine Vielzahl an Präventionsmaßnahmen erbracht“, stellt Anna Durnwalder in ihrer Arbeit fest. Dazu zählten – und das seien die sekundärpräventiven Maßnahmen - das Vorhan-densein von Schulsozialpädagogen, niederschwellige Beratungsangebote, Elternberatung und ein weitreichendes Workshop-Angebot zur Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung. Auch gebe es eine Reihe von Angeboten für gefährdete Jugendliche wie die ambulanten psychologi-schen Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen, die stationären Betreuungs- und Behandlungsein-richtungen, die Telefonseelsorge und Online-Beratung.

La Rete di prevenzione del suicidio è stata fondata nel 2017 con l'obiettivo comune di ridurre nel lungo periodo il tasso purtroppo abbastanza elevato di suicidi in Alto Adige. I propositi, gli obiettivi e i progetti del gruppo di coordinamento rappresentano i primi importanti passi in questa direzione. I suggerimenti della rete includono principalmente un miglioramento del lavoro educativo e un impegno di sensibilizzazione (per le malattie mentali, i sintomi patologici, i segnali di avvertimento), così come la destigmatizzazione dei servizi di supporto professionale.

Das Netzwerk Suizidprävention wurde im Jahr 2017 gegründet mit dem gemeinsamen Ziel, die relativ hohe Suizidrate in Südtirol langfristig zu senken. Die Wünsche, Pläne und Vorhaben der Koordinierungsgruppe sind erste wichtige Schritte dafür. Zu ihren Wünschen, Vorstellungen und Verbesserungsvorschlägen gehören in erster Linie eine verbesserte Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit (für psychische Erkrankungen, pathologische Symptome / Warnsignale) sowie die Entstigmatisierung von professionellen Unterstützungsangeboten. Weiters gebe es laut Netzwerk eine Reihe von konkreten Ideen und Vorhaben, an denen weitergearbeitet werden muss. Dazu zählen: die Verschriftlichung eines Suizidpräventionsplans, Schulung und Ausbildungsangebote, die Verbesserung der Vernetzung, die Einführung eines Seelischen-Erste-Hilfe-Kurses und die Erstellung einer Internetseite.

Das Forum Prävention bietet Workshops und Vorträge an. Unter anderem zum Thema Selbstwert  sowie Umgang mit Stress und Belastungen. Ein anderer wichtiger Bereich ist die Mobbingprävention.

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