Hass im Netz

Info 25.2.2026 Facebook Teilen
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Was ist Hass im Netz?

Als Hass im Netz bezeichnet man gewaltbesetzte Wörter, Bilder, Memes, Videos, Kommentare oder Postings, die bewusst dafür eingesetzt werden, Menschen zu verletzen. Hass im Netz zielt darauf ab, eine Gruppe von Menschen oder auch einen einzelnen Menschen abzuwerten, anzugreifen oder auch darauf, um zu Gewalt gegen diese/n aufzurufen.

Es ist nicht immer einfach Hass im Netz zu identifizieren – Hass im Netz ist nämlich kontextabhängig. Sticheleien in einer WhatsApp-Gruppe unter Freunden können so bspw. auch als lustig für alle Beteiligten interpretiert werden, ein inhaltlich ähnlicher und öffentlicher Post in den sozialen Netzwerken, hat sicher deutlich verletzendere Auswirkungen.

In diesem Beitrag findest du Informationen über verschiedene Formen von Hass im Netz wie Hate Speech oder Fake News, aber vor allem verschiedenen Präventionsangebote zu diesem Thema sowie die Netiquette des Forum Prävention.  
 

Präventionssangebote zum Thema Hass im Netz:

Präventionssangebote zum Thema Hass im Netz:

Fortbildungen:
Hass im Netz – Wissen für Jugend-, Sozial- & Vereinsarbeit

Fortbildungsziel ist es, Mitarbeitenden in der Jugend-, Sozial- und Vereinsarbeit, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, das Basiswissen zu Inhalten, Angeboten und (manipulierenden) Mechanismen im Internet bereitzustellen sowie Möglichkeiten anzubieten, digitale Medien in der Arbeit aufzugreifen und auf problematische Nutzung zu reagieren.
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Hass im Netz – Wissen für Schule und pädagogisches Fachpersonal 
Fortbildungsziel ist es, Fachpersonen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, das Basiswissen zu Inhalten, Angeboten und (manipulierenden) Mechanismen im Internet bereitzustellen sowie Möglichkeiten anzubieten, digitale Medien in der Arbeit aufzugreifen und auf problematische Nutzung zu reagieren.
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Informationsabend:
Hass im Netz – Zuhause sicher begleiten
Die digitalen Medien gehören zum Lebensraum der Kinder und Jugendlichen unserer Zeit. Ziel dieses Informationsabends ist es, das Basiswissen zu Inhalten, Angeboten und (manipulierenden) Mechanismen im Internet bereitzustellen sowie die kritischen Aspekte der digitalen Medien zu reflektieren.
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Workshop:
Fake News Training -  Falschnachrichten durchschauen
Der Workshop stärkt Schüler*innen im Umgang mit der Flut von falschen Nachrichten und Informationen im Netz. Ganz praxisnah werden aktuelle Fake News aufgegriffen und das Erkennen von manipulierten Bildern und Texten trainiert. Ziel ist es, Falschnachrichten und dessen Hintergründe zu verstehen aber auch Tools zu kennen, die beim Überprüfen von Fake News nützlich sind.
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Netiquette

Eine Orientierungshilfe für das Verhalten im Netz

Als Netiquette bezeichnet man informelle Regeln für ein respektvolles Miteinander im Netz. Da Anonymität oft zu wenig wertschätzendem oder diskriminierendem Verhalten in Foren, Chats und sozialen Netzwerken führt, soll die Netiquette einen respektvollen Umgang sichern – wie im realen Leben auch. Beleidigungen und Beschimpfungen sind tabu.
 
Manche Nutzer:innen fühlen sich online anonym und unangreifbar. Sie nutzen das Netz, um Ärger oder Frust auszudrücken, und übersehen dabei, dass die Hemmschwelle im Internet niedriger ist als im direkten Gespräch.
 
Bild von GibetMoll auf Pixabay

Die Netiquette des Forum Prävention

Die Netiquette des Forum Prävention

  1. Ich hinterlasse respektvolle und freundliche Kommentare.
  2. Ich bin fair und ehrlich.
  3. Ich mache mich nicht auf Kosten anderer lustig.
  4. Ich verbreite keine Beleidigungen, Beschimpfungen oder Unwahrheiten.
  5. Ich bin mir bewusst, dass unterschiedliche Meinungen bereichernd sein können.
  6. Ich antworte auf Beleidigungen anderer nicht ebenso beleidigend.
  7. Ich trage keinen Streit online aus, sondern im direkten, ungestörten Gespräch.
  8. Ich verbreite keine Fotos und Videos, die Gewalt zeigen. Hass, Diskriminierung, sexistische oder rassistische Sprüche haben im Web nichts verloren.
  9. Ich nehme keine Videos und Fotos heimlich auf; erst recht nicht, wenn eine Person darauf unvorteilhaft abgebildet wird.
  10. Ich überlege, was ich schreiben will und lese das Geschriebene noch einmal durch, bevor ich auf „Senden“ drücke.

Hate Speech und Diskriminierung

Hate Speech richtet sich meist an Menschen, die tatsächlich oder vermeintlich einer bestimmten Gruppe angehören. Man spricht deshalb auch von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit umfasst Stereotype, Vorurteile und Diskriminierungen, die auf Merkmale wie Hautfarbe, Herkunft, Sexualität, sexuelle Orientierung, Alter, Behinderung, Religion, soziale Herkunft oder Berufsgruppe von Personen zielen. Dabei können auch mehrere Formen der Verachtung gleichzeitig angesprochen werden.

Hate Speech ist ein Angriff gegen die Menschenwürde, denn damit werden Ungleichheiten gerechtfertigt. Menschen werden in unterschiedliche Kategorien gepresst, in denen all jene, die als „Andere“ wahrgenommenen werden, als minderwertig angesehen werden

Fake News

Falschnachrichten und Unwahrheiten frühzeitig erkennen

Falschnachrichten und Unwahrheiten haben gerade in Krisenzeiten Konjunktur. Ihr Ziel ist es starke Reaktionen auszulösen.

Aber was stimmt und was nicht? Es kann ganz schön schwierig sein im Informationsdschungel gut gemachte Berichterstattung von Fake News zu unterscheiden.

Es gibt allerdings ein paar Tricks, mit deren Hilfe es uns gelingen kann, uns im Zweifelsfall etwas abzusichern.

Bild von Markus Winkler auf Pixabay

6 Tipps für den Hausgebrauch:

6 Tipps für den Hausgebrauch:

1) Autor:in und Quelle checken
Sind Quelle oder Autor:in angegeben? Kann man diese zurückverfolgen? Zu welchen Webseiten führen die Verlinkungen? Sind diese authentisch? Welche Qualifikationen haben die Verfasser:innen? Einige Autoren:innen und Quellen stellen sich bei genauerem Hinsehen als gefälscht heraus.
  • Nicht alle Quelle haben die gleiche Qualität. Nachrichten werden manchmal weitergeleitet ohne die Quellen und Inhalte zu überprüfen. Fake News bedienen sich in manchen Fällen auch bei den Logos von renommierten Medienhäusern, um authentischer zu wirken. Bei reißerischen Meldungen, die man mittels einer Grafik/Screenshot weitergeleitet bekommt, kann es hilfreich sein auf den Webseiten der vermeintlichen Verfasser:innen nach dem Original zu suchen.
2) Informationen vergleichen
Berichten auch andere bekannte Medien darüber? Je mehr Quellen darüber berichten, desto gesicherter ist der Wahrheitsgehalt der Information.
  • Viele Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, X, Youtube, oder Whatsapp werden genützt um Fake News zu verbreiten.
  • Wenn man dort zweifelhafte bzw. reißerische Nachrichten findet oder erhält, kann es helfen die Internetseiten von renommierten Medienhäusern zu konsultieren.
  • Falls dort nicht darüber berichtet wird, sollte man die Neuigkeiten eher mit Vorsicht genießen.
3) Fakten-Check
Werden Zahlen und Fakten mit Quellen belegt? Werden Zahlen oder genau angegeben? Seriöse Verfasser*innen geben immer an woher die Informationen stammen.
  • Wenn Berichte oder Videos aus dem Kontext gerissen und veröffentlicht werden, obwohl sie schon älter sind, kann das zu Fehlinterpretationen führen. Fake News machen sich das immer wieder zu Nutze.
  • Ungenaue Angaben wie: „Ich habe gehört…“, „Ein befreundeter Arzt hat gesagt…“, „Medien haben berichtet...“ weisen auf Fake News hin.
4) Bilder-Check
Zeigen die Bilder und Videos wirklich das, was in der Meldung steht? Über die Google-Bildersuche kannst du ein Bild hochladen, um zu sehen, woher es stammt (Google Bilder-Rückwärtssuche).
  • Fake News oder halbwahre Nachrichten setzen oft Texte und Bilder aus unterschiedlichen Quellen, Zeiträumen oder gar Orten zusammen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben.
5) Verlass dich nicht auf Schlagzeilen
Welche Absichten hatten die Autoren:innen bei der Titelwahl? Wollten sie Aggression oder Angst erzeugen? Reißerische Aufmacher generieren Aufmerksamkeit und stimmen häufig nicht gänzlich mit dem Inhalt der Artikel überein.
  • Als Faustregel gilt: Bevor man einen Artikel weiterleitet oder kommentiert, sollte man ihn erstmal komplett gelesen haben. Ansonsten besteht leider immer die Gefahr einer Fehlinterpretation.
6) Hol dir eine zweite Meinung
Wenn Zweifel auftauchen, dann schau am besten auf einer Fact-Checking-Webseite nach, wie zum Beispiel www.mimikama.at
 
Unsere Quellen:
learnattack.de
Ilfra.org
europarl.europa.eu
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