Häufig gestellte Fragen zum Thema Essstörungen

Was du schon immer über Essstörungen wissen wolltest

Viele Menschen beschäftigen dieselben Fragen. Auf dieser Seite haben wir die häufigsten Fragen rund um das Thema Essstörungen gesammelt und beantwortet. Solltest du eine Frage haben, die hier noch nicht zu finden ist, melde dich gerne unter info@infes.it und wir werden versuchen, eine Antwort zu finden. Selbstverständlich behalten wir uns das Recht vor zu entscheiden, ob wir die an uns gerichteten Fragen auf dieser Seite mit aufnehmen oder nicht.
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Welche Essstörungen gibt es?

Welche Essstörungen gibt es?

Essstörungen sind psychosomatische Erkrankungen. Mehr oder weniger unbewusst versuchen die Betroffenen über veränderte Nahrungsaufnahme und die Orientierung an idealen Gewichtsvorgaben, innere Konflikte und fehlende Konfliktlösungsmöglichkeiten, hoffnungslos erscheinende Schwierigkeiten, Stress, Gefühle der Unzulänglichkeit oder Ähnliches zu bewältigen.
Für Menschen mit Essstörungen bedeutet die Nahrungsaufnahme einen täglichen Kampf, alles dreht sich nur noch um Essen oder Nichtessen, Schlanksein, Zu-dick-Sein. Unzufriedenheit und Depression breiten sich als Grundstimmung aus. 

In den internationalen Diagnosefachbüchern sind vorrangig drei Formen von Essstörungen beschrieben:
  • Anorexie (auch Magersucht oder Anorexia Nervosa)
  • Bulimie (auch Ess-Brech-Sucht oder Bulimia Nervosa) 
  • Binge-Eating-Störung (auch Esssucht oder Binge Eating Disorder).
Am häufigsten treten Mischformen auf. Außerdem gibt es sogenannte „latente Essstörungen“. Damit wird ein auffälliges und für Betroffene und/oder Angehörige belastendes Essverhalten bezeichnet, das nicht (oder noch nicht) in die Kategorien der Essstörungen fällt, jedoch eine Behandlung nötig hätte. 

Genauere Informationen zu den einzelnen Störungsbildern findet ihr zum Beispiel auf der Seite der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Wenn du wissen willst, ob du oder eine dir nahe stehende Person an einer Essstörung leidet, kannst du unseren Selbsttest probieren
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Was sind die Ursachen einer Essstörung?

Was sind die Ursachen einer Essstörung?

Bei der Entstehung einer Essstörung spielen immer viele Faktoren zusammen und sie kann nicht als Folge eines einzigen schwerwiegenden Grundes oder einer einzigen falsch gelaufenen Beziehungsdynamik gesehen werden. So ist beispielsweise die Vermutung, eine Essstörung sei stets auf eine schlechte Mutter-Tochter-Beziehung zurückzuführen, längst völlig überholt. 

Man kann die Entstehung einer Essstörung gut mit einem Fass vergleichen: Es kann voll von verschiedenen Gründen sein und irgendwann durch ein belastendes Einzelereignis zum Überlaufen gebracht werden. 
Neben dem geltenden Schlankheitswahn unserer Gesellschaft spielen biologische, persönliche, familiäre und soziale Faktoren eine Rolle. Auch eine übermäßige Beschäftigung mit gesunder Ernährung (Orthorexie) oder Fitness kann in eine Essstörung münden.

Aus diesem Grund sollten sich Eltern, Partner oder andere Angehörige nicht mit der Schuldfrage quälen. Denn die Beschäftigung darüber, was sie wohl falsch gemacht haben, hilft im Heilungsprozess nicht weiter.
Wichtig ist, dass die Familie Strategien entwickelt, um mit den Ohnmachtsgefühlen, der Wut und den Ängsten, die eine Essstörung verursacht, bestmöglich umzugehen.
Dabei sind wir gerne behilflich. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Broschüre "Über den Tellerrand hinaus"
 

Sind Essstörungen heilbar?

Sind Essstörungen heilbar?

Essstörungen sind Krankheiten, die geheilt werden können. Am effektivsten wird ihnen durch eine multiprofessionelle Behandlung begegnet. Dabei werden Betroffene auf medizinischer, psychotherapeutischer und ernährungstherapeutischer Basis untersucht, betreut und begleitet.

Ein persönliches Beratungsgespräch kann Klarheit und Beruhigung darüber verschaffen, welche Maßnahmen für den einzelnen Fall geeignet sind.

Schmetterlinge fliegen aus dem Käfig, der im Bauch einer Frau, sitzt (@Forum Prävention)

Was ist der Body Mass Index BMI?

Was ist der Body Mass Index BMI?

Der Body Mass Index BMI, auch Körpermasseindex genannt, ist ein Maß für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Relation zu seiner Körpergröße. Um den BMI zu berechnen, wird das Körpergewicht geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Der Body Mass Index BMI ist lediglich ein grober Richtwert, da er weder Statur und Geschlecht, noch die individuelle Zusammensetzung der Körpermasse aus Fettgewebe und Muskelgewebe bzw. die Knochendichte eines Menschen berücksichtigt. Somit kann eine Person mit schweren Knochen und starker Muskulatur mehr wiegen, als eine andere, die die selbe Größe und einen ähnlichen Körperbau hat.
Der Body Mass Index BMI zeigt jedoch, dass es kein Idealgewicht gibt und auch keinen perfekten Körper, sondern, dass sich das gesunde Gewicht eines Menschen in einem Rahmen von ca. 15 kg bewegt.

Für Fachpersonen ist das Berechnen des Body Mass Index BMI bei starkem Untergewicht oder starkem Übergewicht eine Stütze, um die Schwere der Problematik einzuschätzen.

Wie erkenne ich Magersucht?

Wie erkenne ich Magersucht?

Menschen, die an Magersucht (Anorexie, Anorexia Nervosa) erkrankt sind, sind von ihrem äußeren Erscheinungsbild her fast immer untergewichtig. Trotz Untergewicht haben die Betroffenen das Gefühl, zu dick zu sein. Essen und Nichtessen bestimmen den gesamten Tagesablauf und die Angst zuzunehmen ist groß.  

Weitere typische Merkmale sind:  
  • selbst herbeigeführter Gewichtsverlust 
  • Kalorienzählen, das Essen wiegen
  • sehr kleine Portionen extrem langsam Essen
  • ständige Beschäftigung mit Essen, Kochen, Backen, ohne dass selbst davon gegessen wird 
  • verzerrtes Körperbild
  • Gewichtskontrolle durch häufiges Wiegen 
  • exzessiver Sport oder Bewegungsdrang 
  • depressive Verstimmungen, innere Unruhe, Schwierigkeit ein- oder durchzuschlafen
  • sozialer Rückzug und Schwierigkeit, mit Freunden essen zu gehen
Wenn du den Verdacht hast, du könntest an einer Essstörung leiden, probiere unseren Selbsttest.
Skulptur einer sehr dünnen Frau sitz auf einem Stein (@pixabay)

Sind Essanfälle eine Essstörung?

Sind Essanfälle eine Essstörung?

Gelegentliche Heißhungerattacken, bei denen einfach zu viel und wahllos gegessen wird sind noch lange keine Essstörung. Problematisch wird es dann, wenn die Essanfälle:
  • regelmäßig
  • mehrmals wöchentlich
  • geplant werden
Leidet eine Person an regelmäßigen Essanfällen und dem Gefühl des totalen Kontrollverlusts, sprechen wir von einer Binge-Eating-Störung (Binge Eating Disorder). Bei dieser Art der Essstörung werden die Essanfälle als hemmungslos und zwanghaft erlebt. Sie ziehen zudem sehr belastende Gefühle von Ekel, Scham und Schuld nach sich. Die Betroffenen leiden unter ihrem Übergewicht und versuchen immer wieder, dies durch gezügeltes Essverhalten und verschiedene Diäten zu verringern. Eine Binge Eating Disorder muss behandelt werden.

Manche Personen haben regelmäßige Essanfälle, die sie jedoch "wieder gut machen" wollen, indem sie erbrechen, Abführmittel schlucken, fasten oder exzessiv Sport betreiben. Oft glauben die Betroffenen, sie halten bloß ihr Gewicht unter Kontrolle. In Wahrheit stellt sich meist ein Kreislauf ein, bei dem auf Essanfälle Maßnahmen der Wiedergutmachung folgen. Diese führen zu körperlichen Mangelerscheinungen, die mit dem nächsten Essanfall kompensiert werden. In diesem Fall sprechen wir von Bulimie (Bulimia nervosa). Typisch bei Bulimie (wie bei der Magersucht) sind:
  • die andauernde und übertriebene Beschäftigung mit Figur und Gewicht
  • das Gefühl, ständig zu versagen
  • ein Gefühl des Wohlbefindens, das rein von Gewicht und Körperfigur bestimmt wird. 
Wir bieten sowohl für Binge-Eating-Störung als auch für Bulimie Beratungen an. 
Wenn du dir nicht sicher bist, ob du an einer Essstörung leidest, kannst du unseren Selbsttest probieren.
Mädchen nimmt Essen aus einem vollen Kühlschrank (@Forum Prävention)

Ist Übergewicht eine Essstörung?

Ist Übergewicht eine Essstörung?

Menschen mit Übergewicht haben nicht zwangsläufig eine Essstörung. Ein hohes Körpergewicht kann auch andere Ursachen haben, wie z.B. die Einnahmen von Medikamenten oder die eigene Genetik. Übergewicht kann aber auch Folge einer Essstörung sein, meistens einer Binge Eating Störung (Binge Eating Disorder).
Übergewicht wird mit Hilfe des Body Mass Index (BMI) definiert. Starkes Übergewicht wird fachlich Adipositas genannt.

Heutzutage werden Personen mit einem hohen Normalgewicht als übergewichtig betrachtet, weil wir aufgrund des Schlankheitsideals, ein gestörtes Körperbild entwickelt haben. Viele Personen erleben Bodyshaming aufgrund ihrer rundlichen Figur oder werden gar zum Abnehmen animiert, obwohl ihr Gewicht gesund ist.

Ob Übergewicht Folge einer Essstörung ist, können nur Fachleute beurteilen. Bei Verdacht sollte daher unbedingt eine Beratung eingeholt werden. Einige Hinweise kann auch unser Selbsttest geben.

 
Zwei  Personen mit hohem Gewicht sitzen auf einer Wiese

Können Männer an Essstörungen erkranken?

Können Männer an Essstörungen erkranken?

Ja, auch Männer sind von Essstörungen betroffen. 5 bis 10 Prozent der an Magersucht Erkrankten und 10 bis 15 Prozent der an Bulimie leidenden Personen sind männlich. Die Binge-Eating-Störung ist bei Männern ebenso verbreitet wie bei Frauen. 

Bei Männern ist die Ausgangslage, die in die Krankheit führt, häufig eine etwas andere als bei Frauen: Sie träumen von Waschbrettbauch, schmalen Hüften, breiten Schultern und prallen Muskeln und gleiten meistens über übermäßige sportliche Aktivität oder Muskelaufbaudiäten in eine Essstörung. Gefährlich wird es immer dann, wenn die körperlich Aktivität zur "Sportsucht" wird und dabei nicht auf eine ausreichende und ausgewogene Ernährung geachtet, sondern kontrolliert wird. Man spricht hierbei auch von Muskeldysmorphie (Bigorexia, Muskelsucht, Adoniskomplex).
Männer erleben über das veränderte Essverhalten ebenfalls die Freude der Kontrolle. Wenn die Situation entgleitet, sind die Symptome – mit wenigen Ausnahmen – dieselben wie bei Frauen. 
Unser Selbsttest kann auch Männern helfen zu erkennen, ob sie an einer Essstörung leiden
 

Mann springt über einen Esstisch (@Forum Prävention)

Was können wir als Eltern tun, um unser Kind vor Essstörungen zu schützen?

Was können wir als Eltern tun, um unser Kind vor Essstörungen zu schützen?

  • Versuchen Sie Gefahren realistisch einzuschätzen und mit der notwenigen Gelassenheit an die Erziehung der Kinder heranzugehen.
  • Lassen Sie Aussehen und Körperbild zu keinem wichtigen Wert in ihrer Familie werden. Sie können die Wichtigkeit dieser mit ihren Kindern reflektieren und Schönheitsbild und Schlankheitswahn kritisch hinterfragen.
  • Achten Sie darauf, liebevoll über ihren eigenen Körper zu sprechen und den Körper anderer nicht negativ zu kommentieren.
  • Gespräche über Gewicht und Bikinifigur sollten zu Hause nicht geführt werden.
  • Ständiges Kontrollieren der Kilos auf der Waage, wiederholtes Berechnen des BMI, das Zählen von Kalorien sowie Diäten sind nicht förderlich für die Entwicklung eines gesunden Körperbildes.
  • Unterstützen Sie einen gesunden Umgang mit Essen und eine gesunde Ernährung: Gestalten Sie Einkaufen, Kochen und Essen gemeinsam mit ihren Kindern. Bieten Sie Verschiedenes an, auch Süßes ist erlaubt. Zwang, Belohnung oder Trost sollte niemals mit Essen zusammenhängen. 
  • Fördern Sie die Entwicklung des Selbstwertgefühls: ein gesundes Selbstwertgefühl ist die beste Voraussetzung, damit ihr Kind keine Essstörung entwickelt. Fördern Sie ihr Kind in dem was es gern macht, geben Sie ihm positives Feedback, beurteilen Sie nicht die Leistungen des Kindes sondern vielmehr seine Eigenschaften.
  • Holen Sie sich Unterstützung wenn ihr Kind Schwierigkeiten im Essverhalten, in Bezug auf die Körperwahrnehmung oder mit dem Gewicht hat.
Eltern geben ihrem Kind die Hand (@Forum Prävention)

Sind Eltern am Übergewicht ihrer Kinder schuld?

Sind Eltern am Übergewicht ihrer Kinder schuld?

Es gibt nie eine einzige Ursache für die Entwicklung von Übergewicht. Es wird davon ausgegangen, dass bei der Entstehung viele Faktoren beteiligt sind. Bei der Entwicklung von Übergewicht spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
  • Genetische Veranlagung
  • erhöhte Energiezufuhr durch falsche Essgewohnheiten
  • geringe körperlicher Aktivität
  • soziale und psychische Faktoren
Als Eltern haben Sie die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Ihr Kind sich regelmäßig bewegt, ausgewogen ernährt und dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Sollte Ihr Kind trotzdem stark zunehmen, könnten gesundheitliche oder psychische Probleme die Ursache sein und eine Beratung könnte helfen.  
Familie beim Essen (@Forum Prävention)

Ich glaube, meine Freundin leidet an einer Essstörung. Was kann ich tun?

Ich glaube, meine Freundin leidet an einer Essstörung. Was kann ich tun?

Wer vermutet oder bemerkt, dass seine/ihre Tochter oder Sohn, Schwester, Bruder, Freund*in, Schüler*in oder Partner*in an einer Essstörung leidet, ist meist sehr besorgt und möchte sofort aktiv werden. Dieser Tatendrang ist verständlich. Es kann aber trotzdem hilfreicher sein, erst mal diese Tatsache zuzulassen und sich selbst und der betroffenen Persone genügend Zeit für mögliche Gespräche zu bieten.

Gespräche, in denen die Essstörung angesprochen werden soll, sollten nur in Ruhe und von Personen geführt werden, die ein bestimmtes Vertrauensverhältnis zur betroffenen Person haben. Dabei ist es sinnvoll, authentisch und ehrlich über die eigene Sorge und den Verdacht bzw. das Wissen zu berichten (z.B. „Ich merke, dass es dir nicht gut geht und das beunruhigt mich.“). Diskussionen über Figur, Gewicht und Essen sind nicht zielführend, da die Betroffenen sich selbst andauernd mit diesen Themen beschäftigen und für logische Argumente nicht erreichbar sind. Auf Vorwürfe (z.B. „Du bist so dünn.“, „Du isst nie was am Tisch und dann stopfst du dich voll.“) reagieren Betroffene uneinsichtig und verschließen sich.

Essstörungen sind mit Scham, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen verbunden. Es ist nicht zu erwarten, dass sich Betroffene ihren Vertrauenspersonen gegenüber sofort öffnen. Es gilt, Gesprächsbereitschaft und Unterstützung zu signalisieren und/oder eine Beratungsstelle zu nennen. Eine Essstörung entsteht nicht über Nacht und es darf und wird auch einige Zeit dauern, bis Betroffene bereit sind, Hilfe anzunehmen. 

Angehörige oder andere Personen können sich bei diesem Prozess von uns jederzeit unverbindlich informieren und unterstützen lassen. Je besser man über ein Störungsbild informiert ist, umso verständnisvoller, aber auch realistischer kann mit der Krankheit umgegangen werden. Erste hilfreiche Informationen gibt die Broschüre "Guten Appetit. Was sie über Essstörungen wissen sollten.".

Unser Selbsttest kann eventuell eine Gesprächsbasis bieten.

Gesprächsbereitschaft und Geduld gegenüber den Betroffenen sind wichtig. Ebenso wichtig ist es, dass Angehörige und andere involvierte Menschen gut auf sich selbst achten und eigene Grenzen wahren. Indem Angehörige verantwortungsbewusst mit sich selbst umgehen, vermitteln sie dies auch der/dem Erkrankten. Es ist wichtig, dass die Behandlung zwar von Angehörigen unterstützt wird, aber dass die Verantwortung dafür bei den Betroffenen liegt. 

 
Frau wirft einen Rettungsring (@Forum Prävention)

Meine Schwester ist so mager und findet sich zu dick. Wie ist das möglich?

Meine Schwester ist so mager und findet sich zu dick. Wie ist das möglich?

Eines der Merkmale von Magersucht ist das verzerrte Körperbild, auch Körperschemastörung oder Dysmorphophobie genannt. Trotz sichtbarem Untergewicht sehen sich die Betroffenen immer noch dick. Ihnen aufzuzeigen, dass sie sich irren, nützt nichts, denn das ändert nicht ihre Wahrnehmung. 

Wichtig ist, ihr Leid zu verstehen und mit-Leid auszusprechen. Wenn sie sich im Spiegel betrachten, sehen Mädchen, die an Magersucht erkrankt sind, einen monströsen unförmigen Körper und sie leiden fürchterlich, in diesem Körper sein zu müssen.

Bei Männern kann das umgekehrte Phänomen auftreten. Sie bauen Muskulatur auf, sehen sich aber immer als zu schmächtig und zu dünn.
Frau betrachtet sich im Spiegel (@Forum Prävention)

Ich befürchte, ich habe eine Essstörung. Was soll ich tun?

Ich befürchte, ich habe eine Essstörung. Was soll ich tun?

Wenn du dir unsicher bist, ob dein Essverhalten problematisch ist, kann dieser kurze Selbsttest Aufschluss geben.
Doch egal, welches Ergebnis du dabei erhältst: Solltest du beunruhigt sein und eine Beratung benötigen, vereinbare gerne einen Termin mit uns.

Ich bin sehr dünn und werde oft auf Magersucht angesprochen. Was kann ich tun?

Ich bin sehr dünn und werde oft auf Magersucht angesprochen. Was kann ich tun?

Vom Gewicht alleine, kann man noch nicht auf eine Magersucht oder andere Essstörung schließen. Wir alle kommen mit unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen zur Welt. Bei der Konstitution unseres Körpers spielen viele Faktoren eine Rolle:
  • die Gene
  • der individuelle Stoffwechsel
  • Ernährungsgewohnheiten
  • körperliche Bewegung
  • Erkrankungen usw.
Untergewicht kann somit unterschiedliche Ursachen haben und muss nicht zwingend auf eine Essstörung hinweisen. Wichtig ist trotzdem, dass auch Untergewicht medizinisch abgeklärt wird. Hierfür wendet man sich am besten an den eigenen Hausarzt. Wurde das Untergewicht medizinisch abgeklärt und du hast selbst Zweifel, ob es sich nicht doch um eine Essstörung handeln könnte, dann versuche unseren Selbsttest aus. Gerne kannst du dich auch für ein Beratungsgespräch bei uns melden.
Bist du belastet durch das häufige Fragen nach deinem Gewicht, kann es helfen, sich schon vorab Antworten bereitzulegen. Wahrscheinlich möchte dein Gegenüber damit nur ausdrücken, dass es sich um dich sorgt. Werden dabei aber persönliche Grenzen überschritten, darf dies ruhig auch angesprochen werden.
Fingerabdrücke (@freepik)