Sie haben bereits Versuche gestartet, die alkoholabhängige Person mit der Krankheit zu konfrontieren und sie zur Einsicht zu bringen, die betroffene Person leugnet aber, ein Problem zu haben.
Folgende Gesichtspunkte könnten Ihnen bekannt sein:
- Verharmlosung: “Ich trinke doch nicht mehr als andere…“
- Schuldzuweisung an andere: “Ich trinke, weil die mich entlassen haben.“
- Rechtfertigungen: “Ich trinke, weil ich traurig bin.“
- Aggressivität “Das geht dich nichts an!“
- Herunterspielen “Ja, ich habe getrunken, aber nur zwei Gläser!“
Sie sollten wissen, dass das Leugnen ein Abwehrmechanismus und somit Teil der Krankheit ist: eine alkoholabhängige Person, die ihre Alkoholprobleme leugnet, tut dies, weil sie
keinen anderen Ausweg sieht oder weil sie noch nicht dazu bereit ist, ihre Krankheit zu akzeptieren. Sich mit der Tatsache zu konfrontieren, abhängig zu sein, löst oft Angst aus und sich einzugestehen, die Kontrolle verloren zu haben, kann schwer zu akzeptieren sein. Als Nahestehende fühlen Sie sich machtlos, Sie sehen den Leidensdruck und wollen etwas dagegen tun.