Langfristiger Strategieplan für Bildung und Betreuung gefordert
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Social-Media-Kampagne für eine aktive Vaterschaft zum Equal Care Day 2026
Wir möchten gerne wissen, welche Wünsche, Erfahrungen und Herausforderungen Väter haben, und wie sich Familie, Arbeit und gesellschaftliche Erwartungen in Südtirol miteinander vereinbaren lassen.
Die Befragung wird von der Südtiroler Plattform für Alleinerziehende EO finanziert und von der Allianz für Familie unterstützt. Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und dauert maximal 8 Minuten! Vielen Dank fürs Mitmachen!
Hier geht’s zum Fragebogen ….
Vaterschaft bedeutet nicht, zusätzliche „Extrazeit“ freischaufeln zu müssen, sondern den eigenen Alltag bewusst gemeinsam mit Kindern zu leben. Kinder profitieren besonders davon, wenn sie ihre Väter im ganz normalen Leben begleiten – beim Einkaufen, im Haushalt, in der Freizeit oder wenn möglich auch bei der Arbeit.
Gerade in diesen gemeinsamen Momenten liegt großes Potenzial: Kinder lernen nämlich nicht nur durch Anleitung, sondern vor allem durch Beobachtung. Väter sind dafür wichtige Vorbilder – sie zeigen im Alltag, wie man Herausforderungen begegnet, Probleme löst, Konflikte austrägt, mit anderen Menschen umgeht und gut für sich selbst sorgt. Diese gelebten Erfahrungen fördern die Entwicklung grundlegender Lebenskompetenzen und stärken die Resilienz von Kindern von klein auf.
Für Väter kann dieser Zugang entlastend sein: Es geht nicht darum, ständig besondere Aktivitäten zu planen, sondern Kinder selbstverständlich einzubeziehen. So entsteht Nähe im Alltag – authentisch, kontinuierlich und ohne zusätzlichen Druck.
Gleichzeitig geben gemeinsame Routinen Kindern Orientierung und Sicherheit. Sie erleben Verlässlichkeit und entwickeln Schritt für Schritt Selbstständigkeit – einfach, indem sie am Leben ihrer Väter teilhaben.
Viele Väter haben den Wunsch, mehr für ihre Kinder da zu sein, intensiver an ihrem Leben teilzuhaben und Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig erleben sie, dass genau das im Alltag nicht immer einfach ist.
Italienweit geben 68 Prozent der Männer an, unzufrieden mit dem Ausmaß an Zeit zu sein, das sie ihren Kindern und Familien widmen können. Der Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit ist also da – die Umsetzung scheitert jedoch häufig an den Rahmenbedingungen.
Unter anderem stellt die Arbeitswelt viele Väter vor Herausforderungen: lange Arbeitszeiten, unflexible Zeitmodelle, hoher Leistungsdruck und die Sorge vor beruflichen Nachteilen erschweren es, sich stärker in die Familie einbringen zu können.
So entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem, was viele Väter möchten, und dem, was im Alltag realisierbar ist. Damit sich daran etwas ändert, braucht es nicht nur den Willen von Vätern, sondern auch Rahmenbedingungen in Arbeitswelt, Politik und Gesellschaft, die ein individuelles und erfülltes Vatersein ermöglichen.
Die Beziehung zwischen Vater und Kind ist eine wichtige Grundlage für das Aufwachsen und die persönliche Entwicklung des Kindes.
Kinder brauchen verlässliche Bezugspersonen, an denen sie sich orientieren können. Eine enge Bindung zum Vater gibt Sicherheit, stärkt das Selbstvertrauen und hilft Kindern, ihre Gefühle besser zu verstehen und auf vielfältigere Weise damit umzugehen.
Studien zeigen: Kinder mit einer guten Vaterbindung sind oft selbstständiger, bauen leichter soziale Beziehungen auf und kommen besser mit neuen Situationen zurecht.
Dabei bringt die Vater-Kind-Beziehung oft eigene, besondere Qualitäten mit: Väter regen Kinder meist stärker zum Ausprobieren, Entdecken und auch zum Grenzen testen an. Genau das unterstützt Entwicklung – von Selbstständigkeit über Problemlösefähigkeit bis hin zu Mut und (Selbst)Vertrauen.
Auch für Väter selbst ist diese Bindung bedeutsam. Sie schafft Nähe, Verbundenheit und prägt, wie Beziehung erlebt und gelebt wird – oft nachhaltiger, als es im Alltag unmittelbar sichtbar ist.
Die Vater-Kind-Bindung ist damit keine Nebensache. Sie beeinflusst, wie Kinder aufwachsen – und wie Väter ihre Rolle erleben.