Zentrale Forderungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

bild von mitarbeiter Manuela Lechner Manuela Lechner Info 21.10.2020 Facebook Teilen

Foto: Pixabay

Es braucht innovative zukunftsträchtige Modelle

Das Thema der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschäftigt die Allianz für Familie bereits seit Jahren. Die Familienorganisationen haben konkrete Ideen für Maßnahmen, die Eltern in der Vereinbarkeit unterstützen können:
  • Familienfreundliche Jahresarbeitszeitmodelle
  • Mehr Flexibilität am Arbeitsplatz durch flexible Arbeitszeiten, Gleitzeit usw. für Väter und Mütter
  • Vermehrt Möglichkeit zur Teilzeitarbeit
  • Bildungs- und Betreuungskontinuität von 0 bis14 Jahren
  • Mensen/Mittagstische für Kinder und Jugendliche
  • Kindertagesstätten und andere Formen der extrafamiliären Kinderbetreuung
  • Rentenabsicherung bei Pausen- und Teilzeiten, die durch Erziehung entstehen
  • Arbeitsplatzgarantie bei Erziehungspause
  • Koppelung der Wirtschaftsförderung an familienfreundliche Maßnahmen
  • Audit Familie und Beruf weiterführen
  • Eine Verbesserung der Situation von Eltern in der Privatwirtschaft anstreben
 
Eltern brauchen Zeit um ihre Kinder großzuziehen. Aus aktuellen Zahlen geht hervor, dass bei 5000 Geburten jährlich immer noch ca. 900 Frauen (v.a. im Privatsektor) ihre Arbeit kündigen. Das führt dann dazu, dass Väter noch mehr als vorher arbeiten, um die Familie erhalten zu können – obwohl auch viele Väter angeben, dass sie gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen würden.
 
Was braucht es also?
Es braucht weniger Starrheit in unserer Arbeitswelt. Es braucht mehr familienfreundliche Arbeitszeitmodelle mit flexiblen Arbeitszeiten. Für junge Familie stellt die Möglichkeit von zwei 75-Prozentstellen oft eine interessante Alternative dar. Es braucht die Möglichkeit daheim zu bleiben, wenn das Kind krank ist. Es braucht Erleichterungen beim Wiedereinstieg in die Arbeit nach der Elternzeit. Es braucht Steuererleichterungen für Betriebe, in denen Familienfreundlichkeit gelebte Praxis ist.
 
Bildungs- und Betreuungskontinuität
Ein zentraler Aspekt, der Familie immer wieder vor neue Hürden in der Vereinbarkeit stellt, ist der Übertritt des Kindes / der Kinder in eine neue Bildungsstufe. Dadurch sind Eltern in den ersten 14 Lebensjahren ihrer Kinder immer wieder mit neuen Rahmenbedingungen (veränderte Öffnungszeiten, Kosten) konfrontiert. Ständig gilt es die Arbeitszeiten anzupassen und immer mehr – vor allem – Mütter scheitern an diesen Hürden der Vereinbarkeit. Es braucht eine Bildungs- und Betreuungskontinuität von 0 bis14 Jahren.
 
Offene Diskurse
Wenn Südtiroler Arbeitgeber nicht auf Fachkräfte mit Kindern verzichten wollen, dann muss – wie in anderen EU-Staaten – über mehr Angebot zur Familienfreundlichkeit und Lukrativität für die Vereinbarkeit nachgedacht werden. Und anstatt immer wieder an einzelnen Bildungsstufen und Maßnahmen herumzujustieren ohne die gesellschaftlichen Auswirkungen bis ins Detail mitzudenken, braucht es einen gemeinsamen offenen Diskurs zwischen Familienorganisation, Politik, Vertreter/innen aus dem Bildungsbereich und der Wirtschaft über zukunftsträchtige Modelle, mehr Flexibilität und Planbarkeit für Familien.

Zum Nachhören

Christa Ladurner spricht im Rai Treffpunkt über die organisatorischen Schwierigkeiten, mit denen Eltern tagtäglich zu kämpfen haben und was es in der Familienpolitik für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf braucht.
 
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