Allianz für Familie und KFS im stetigen Einsatz für Familien

bild von mitarbeiter Manuela Lechner Manuela Lechner Info 16.11.2020 Facebook Teilen

Foto: Väter aktiv

Eine Stimme für Familien in Corona-Zeiten

Die Corona-Pandemie hat viele Familien seit Anfang 2020 vor noch nie dagewesene Herausforderungen gestellt: Zusammenleben auf teils engstem Raum über viele Wochen hinweg, Begleitung der Kinder im Homeschooling bei gleichzeitiger beruflichen Tätigkeit im Smartworking oder in systemrelevanten Berufen und das oft gepaart mit großen finanziellen Sorgen und Nöten.

Um Familien in dieser Situation zu unterstützen haben der Katholische Familienverband Südtirol (KFS) und die Allianz für Familie kontinuierlich die Anliegen von Familien gesammelt, diesen öffentlich eine Stimme gegeben und der Politik vorgebracht. Darüber hinaus haben sich die Vertreter der Familienorganisationen Gedanken gemacht, wie konkrete Unterstützungsmaßnahmen für Familien aussehen können. In den vergangenen Monaten konnten so einige Hilfestellungen für Familien auf den Weg gebracht werden.
 

Herausforderungen für Familien in Pandemiezeiten

Herausforderungen für Familien in Pandemiezeiten

  • Immer wieder Sorgen und Unsicherheiten im Hinblick auf drohende Schließung bzw. Nicht-Öffnung von Bildungseinrichtungen
  • Probleme im Fernunterricht
  • Begleitung des Homeschoolings der Kinder unter teilweise herausfordernden Bedingungen (Überforderung der Eltern, Doppelbelastung durch gleichzeitiges Smartworking oder Arbeiten in systemrelevanten Berufen)
  • Unzureichender Zugang zur Notbetreuung während des 1. Lockdowns
  • Fehlende Unterstützung in der Betreuung der Kinder
  • Unklare bzw. unzureichende Regelung des Sonderelternurlaubes bei Schließung der Bildungseinrichtungen bzw. bei Krankheit oder Quarantäne der Kinder
  • Verschärfung von persönlichen, psychischen und sozialen Notlagen durch das Wegfallen von vielfältigen Unterstützungsmaßnahmen
  • Vielfältige Zukunftsängste aufgrund einer ungewissen beruflichen Zukunft gepaart mit finanziellen Sorgen – oft verschärft durch eine schleppende bzw. unzureichende finanzielle Unterstützung.

Forderungen der Familienorganisationen

Forderungen der Familienorganisationen

Die Allianz für Familie und der KFS haben sich kontinuierlich und hartnäckig für die Belange von Familien eingesetzt. Zentrales Ziel war es, Entlastung und Unterstützung für Familien auf verschiedenen Ebenen zu sichern.

Einige der untenstehenden Forderungen konnten in der abgelaufenen Zeit bereits realisiert werden:
  • Bildungs- und Betreuungsbereich:
    • Planungssicherheit für Eltern schaffen (soweit wie möglich).
    • Bildungs- und Betreuungseinrichtungen müssen als Letztes geschlossen und als Erstes wieder geöffnet werden und das nur im Falle eines totalen Lockdowns.
    • Notbetreuung, die im Bedarfsfall rasch eingesetzt wird, mit familienfreundlichen Kriterien im Zugang und in den Öffnungszeiten:
      • Eltern in systemrelevanten Berufen dürfen nicht alleine gelassen werden.
      • Smartworking und Kinder zu Hause sind nicht händelbar.
      • Familien mit erhöhten Belastungen dürfen nicht vergessen werden.
    • Forderung nach einem garantierten Nachmittagsangebot und einem Mensadienst an Schulen im Herbst 2020.
    • Einsatz für eine schnelle Wiedereröffnung der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen im Herbst 2020. Die Öffnung von Betrieben bei gleichzeitiger Schließung von Betreuungs- und Bildungseinrichtungen ist für Eltern nicht händelbar.
  • Im Bedarfsfall braucht es einen Sonderelternurlaub mit klaren staatlichen Regelungen und ausreichend finanzieller Vergütung samt Renteneinzahlungen.
  • Einführung eines Corona-Krisenstabes Familie um familienrelevante Themen zu diskutieren und konkrete Lösungen zu erarbeiten. In diesem Krisenstab müssen Vertreter/innen aus der Politik, dem Familien-, Sozial- und Bildungsbereich sowie der Wirtschaft vertreten sein. Ganz nach dem Motto „Wirtschaft funktioniert ohne Familien nicht, Gesellschaft funktioniert ohne Familien nicht.“
  • Ausreichende finanzielle Unterstützung für einen Großteil der Familien in Form eines Covid-19-Familiengeldes mit der Schaffung eines unbürokratischen Zugangs und unbürokratischer Auszahlung.
Diese Forderungen wurden im Rahmen von zahlreichen Austauschtreffen mit politischen Vertreter/innen aber auch öffentlich in Presseartikeln, Interviews im Fernsehen und Radio und offenen Briefen immer wieder deponiert.
 

Austauschtreffen mit der Politik

Austauschtreffen mit der Politik

In regelmäßigen Treffen mit Vertreter/innen der Politik wurden oben angeführte Belastungen von Familien aufgezeigt, Forderungen deponiert und konkrete Lösungsvorschläge für Familien vorgebracht.

Im Juni und November 2020 haben zwei größere Onlinemeetings zwischen den Mitgliedsorganisationen der Allianz für Familie und dem KFS mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, Landesrätin Waltraud Deeg und Landesrat Philipp Achammer stattgefunden.

Der kontinuierliche Einsatz und die Beharrlichkeit für die Belange von Familien hat auch Früchte getragen. So konnten einige Unterstützungsmaßnahmen und Erleichterungen für Familien realisiert werden.
 

Ausblick in die Zukunft

Ausblick in die Zukunft

Die Pandemie ist noch nicht vorbei und die Herausforderungen für Familie sind nach wie vor groß. Die Allianz für Familie und der KFS werden sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Belastungen von Familien gesehen und gehört und konkrete Unterstützungsmaßnahmen für Familien mitberücksichtigt werden.
 
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