Islamfeindliche Diskriminierung

Info 20.7.2020 Facebook Teilen

Für manche Menschen ist Religion ein Teil von dem, was sie neben vielen anderen Dingen prägt und Einfluss auf ihre Lebensgestaltung hat. Allein Teil einer Glaubensgemeinschaft zu sein, bestimmt aber nicht zwangsläufig die Weltanschauung oder Verhaltensweisen einer Person.
 
Die Diskriminierung von Menschen muslimischen Glaubens wird auch als Islamfeindlichkeit bezeichnet. Es handelt sich um eine Form der Abwertung und sozialer sowie persönlicher Benachteiligung.
 
Islamfeindlichkeit geht bis aufs Mittelalter zurück, hat aber seit dem letzten Jahrhundert merklich zugenommen. Obwohl in Europa eigentlich immer schon verschiedene Religionen und Kulturen beheimatet waren, werden Muslim*innen nach wie vor von vielen als „das Andere”, „das Fremde” oder gar „das Böse” angesehen. Ihnen wird oft die Schuld für globale Probleme zugeschrieben, wobei sich die Lage insbesondere seit den Anschlägen am 11. September 2001 zugespitzt hat. In diesem wie in anderen Fällen werden alle Angehörigen der muslimischen Religion für die Handlungen von Einzelpersonen verantwortlich gemacht. Muslim*innen leiden aber nicht nur unter den Angriffen durch Einzelpersonen, sondern sind auch gesellschaftlichen und politischen Forderungen ausgesetzt, wie z.B. vermehrte Personenkontrollen, welche Einfluss auf ihren Alltag nehmen und ihre Grundrechte bedrohen.
 
Alle Menschen haben das Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit. Dieses Recht in Frage zu stellen, bedroht die Grundwerte jeder demokratischen Gesellschaft. Ein freier Dialog zwischen Kulturen und Religionen fördert nicht nur Wissens- und Erfahrungsaustausch, sondern trägt darüber hinaus dazu bei, Vorurteile abzubauen.
 

Jeder Mensch sollte für sich entscheiden dürfen, ob und welche religiösen Wiedererkennungszeichen er tragen möchte...

Jeder Mensch sollte für sich entscheiden dürfen, ob und welche religiösen Wiedererkennungszeichen er tragen möchte...

Amal trägt aus religiöser Überzeugung ein Kopftuch. Es ist ihre Entscheidung, in ihrer Familie tragen nämlich nicht alle Frauen einen sogenannten Hijab. In ihrer Schule wird sie andauernd darauf angesprochen. Amal ist es leid, sich ständig dafür rechtfertigen zu müssen.

Jede Religionsgemeinschaft hat unterschiedliche Bräuche und Traditionen. Jeder Mensch sollte für sich entscheiden dürfen, ob und welche religiösen Wiedererkennungszeichen (wie z.B. einen Hijab oder ein Kreuz) er tragen möchte und welche Bedeutung diese Symbole erfüllen.

 

Jeder Mensch hat das Recht als Einzelperson wahrgenommen zu werden...

Jeder Mensch hat das Recht als Einzelperson wahrgenommen zu werden...

Muhammads erstes Gespräch mit einem potentiellen Vermieter per Telefon scheint gut zu klappen. Als er preisgibt, dass er Muslim ist, wird er abrupt abgewimmelt. Er ist enttäuscht, denn er möchte nicht aufgrund seiner Religionszugehörigkeit bewertet werden.

Muslim*innen werden ausschließlich aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit von vielen Bereichen des Lebens ausgeschlossen oder benachteiligt. Die allgemeinen Vorurteile gegenüber Muslim*innen bestehen weiterhin hartnäckig und verursachen Angst und Unbehagen. Jeder Mensch hat das Recht als Einzelperson wahrgenommen zu werden.
 
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