Schutzkonzepte

Info 26.2.2026 Facebook Teilen

Bildmaterial: KI-generiert

Gewaltschutz als gelebter Prozess in Organisationen, Einrichtungen und Vereinen

Ein Gewaltschutzkonzept ist ein gelebter Prozess durch den Kindern, Jugendliche, sowie erwachsene Personen in Abhängigkeits- und Betreuungssituationen wirksam vor Grenzverletzungen, Übergriffen und insbesondere vor sexualisierter Gewalt und anderen Formen von Gewalt geschützt werden.

Wo Beziehungsarbeit gestaltet wird, und Vertrauen wachsen kann, geht immer auch Verantwortung einher – für einen bewussten Umgang mit Nähe, zwischenmenschlichem Miteinander und Macht.

Als verbindlicher Handlungsrahmen schafft ein gutes Gewaltschutzkonzept erhöhte (Handlungs-) Sicherheit, Orientierung und Transparenz innerhalb Einrichtungen, Organisationen und Vereinen.

Gewaltschutz basiert auf einer klaren Haltung: Gewalt hat keinen Platz. Schutz, Selbstbestimmung, Wertschätzung und Beteiligung stehen im Mittelpunkt.
Gewaltschutz verstehen wir als fortlaufenden organisationalen Prozess.

Dieser Prozess umfasst die Bereiche Analyse, Prävention, Intervention und Aufarbeitung, die miteinander verbunden sind und sich gegenseitig ergänzen.

 

Schutzkonzepte wirksam leben – Fortbildungsreihe zur Entwicklung eines Gewaltschutzprozesses

Schutzkonzepte wirksam leben – Fortbildungsreihe zur Entwicklung eines Gewaltschutzprozesses

Die Fortbildungsreihe richtet sich an alle, die in Einrichtungen, Organisationen oder Vereinen Verantwortung für Schutz und Prävention tragen. Sie vermittelt praxisnah, wie Schutzkonzepte entwickelt, umgesetzt und nachhaltig im Alltag verankert werden können. Jedes Modul greift einen zentralen Baustein des Gewaltschutzprozesses auf und verbindet fachliche Impulse mit Austausch und Praxisbeispielen.

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Vertiefungsfortbildungen im Rahmen des Gewaltschutzprozesses

Vertiefungsfortbildungen im Rahmen des Gewaltschutzprozesses

Unsere Vertiefungsfortbildungen dauern in der Regel 4 bis 8 Stunden und stärken zentrale Haltungen und Kompetenzen für einen wirksamen Gewaltschutz im Alltag. Sie sensibilisieren für Themen wie sexualisierte Gewalt, Diskriminierung, Trauma, traumasensibles Handeln und den Umgang mit Körperkommentaren und unterstützen Mitarbeitende, Verantwortliche und Ehrenamtliche dabei, achtsam, respektvoll und sicher zu handeln. Die Angebote verbinden fachliche Impulse mit Reflexion und Praxisbezug und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer achtsamen Kultur in Einrichtungen, Organisationen und Vereinen.

Woher kommt die Gewalt? Jugendgewalt - Verstehen und handeln 
Die Veranstaltung thematisiert, ob die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen zunimmt, beleuchtet Hintergründe und Motive für Gewalthandlungen im öffentlichen Raum sowie Gewalt als Bewältigungsstrategie mit Risiko- und Schutzfaktoren und diskutiert Möglichkeiten und Grenzen von Prävention und Intervention.
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Sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in analogen und digitalen Welten – Basiswissen
„Pornos gucken“ als Mutprobe oder eine Anfrage eines Nacktfotos auf Snapchat können bereits Anbahnungen von sexualisierter Gewalt sein und gehört, sowohl im digitalen als auch analogen Lebensraum, für viele Kinder und Jugendliche zum Alltag.
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WORTE. WERTE. VIELFALT. Worte werden Vielfalt
Fortbildung zu Diversität, Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung. Vielfalt prägt unser tägliches Miteinander – die Herausforderung liegt darin, sie bewusst wahrzunehmen, zu benennen und als Stärke anzuerkennen. 
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Traumawissen - Kinder nach stressreichen Erfahrungen verstehen und begleiten
Nicht verarbeitete Folgen von traumatischen Erlebnissen zeigen sich bei Kindern häufig in Verhaltensauffälligkeiten. In dieser Fortbildung werden Basiswissen über frühkindliche Traumafolgen, das Erkennen von kindlichen Stressreaktionen und die Förderung von heilsamen Ressourcen vermittelt.
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Traumasensible Jugend- und Sozialarbeit - Verständnis fördern, Beziehungen stärken, Handlungsstrategien entwickeln
Mitarbeitende im Jugend- und Sozialbereich stehen häufig vor der Herausforderung, mit Jugendlichen umzugehen, die destruktives oder grenzüberschreitendes Verhalten zeigen. Dies kann leicht zu Überforderung und einem Gefühl der Hilflosigkeit führen. Oftmals sind diese Verhaltensweisen Ausdruck von Überlebensstrategien, die sich die Jugendlichen als Reaktion auf traumatische Erfahrungen angeeignet haben.
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Respect every-body - Schulung: Eine Kommentarfreie Zone einrichten
Schluss mit Körperkommentaren. Diese praxisorientierte Schulung liefert Inputs, Reflexionsanstöße und Übungen, um Kinder und Jugendliche bei der Gestaltung einer Kommentarfreien Zone zu begleiten.
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Prozessbereiche

Den Ausgangspunkt bildet die Analyse. Dazu gehört insbesondere die Potenzial- und Risikoanalyse, mit der bestehende Stärken, bereits vorhandene Schutzfaktoren sowie mögliche Schwachstellen beziehungsweise Risikofaktoren sichtbar gemacht werden. Sie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung eines Gewaltschutzkonzepts, aber nur der erste Schritt im Gesamtprozess.

Auf dieser Grundlage baut die Prävention auf. Hier werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die Schutz und Orientierung im Alltag stärken. Dazu gehören unter anderem ein verbindlicher Verhaltenskodex, ein funktionierendes Beschwerdemanagement, Schulungen und Fortbildungen für Mitarbeitende sowie weitere Maßnahmen der Personalentwicklung und Organisationskultur.

Kommt es zu Grenzverletzungen oder Verdachtsfällen, braucht es im Bereich der Intervention klare, verlässliche und transparente Handlungswege. Dazu gehören festgelegte Abläufe, Zuständigkeiten und Verfahren, die Sicherheit im Umgang mit konkreten Vorfällen schaffen und ein angemessenes, verantwortungsvolles Handeln ermöglichen.

Ebenso wichtig ist die Aufarbeitung. Sie dient dazu, Vorfälle zu reflektieren, Betroffene ernst zu nehmen, aus Erfahrungen zu lernen und bestehende Schutzmaßnahmen weiterzuentwickeln. Aufarbeitung ist damit nicht nur Reaktion auf einen Vorfall, sondern ein wichtiger Bestandteil der Qualitätsentwicklung im Gewaltschutz.
Quelle: Schutzkonzepte als Prozesse vor Ort; Grafik in Anlehnung an Rörig, 2013
Quelle: Schutzkonzepte als Prozesse vor Ort; Grafik in Anlehnung an Rörig, 2013
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