Extermismus

Info 21.2.2026 Facebook Teilen

Foto von Belinda Fewings auf Unsplash

Was ist Extremismus?

Extremismus bezeichnet politische, religiöse oder ideologische Haltungen und Bestrebungen, die grundlegende Werte einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft ablehnen.

Damit geht in vielen Ausprägungen auch die Bereitschaft einher, diese Ziele mit Gewalt durchzusetzen. Kennzeichnend ist dabei häufig ein Schwarz-Weiß-Denken: Die eigene Weltanschauung wird als einzig richtig angesehen, während andere Meinungen, Lebensweisen oder gesellschaftliche Gruppen abgewertet, ausgeschlossen oder bekämpft werden.
 
Extremistische Einstellungen lassen wenig Raum für Vielfalt, unterschiedliche Perspektiven oder demokratische Aushandlungsprozesse. Stattdessen werden komplexe gesellschaftliche Fragen häufig durch einfache Erklärungen, Feindbilder und klare „Wir-gegen-Sie“-Vorstellungen beantwortet. Sie gehen zudem oft mit einem starken Absolutheitsanspruch und der Ablehnung von Kompromissen einher.
 
Extremismus kann sich in unterschiedlichen Formen zeigen und sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen oder Organisationen ausgehen. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen extremistischen Haltungen und legitimer demokratischer Meinungsvielfalt: In einer Demokratie sind unterschiedliche Positionen und kontroverse Debatten ausdrücklich vorgesehen.

Auch grundlegende Kritik an bestehenden Verhältnissen ist legitim, solange die Rechte und die Würde anderer Menschen respektiert werden und die demokratischen Spielregeln anerkannt bleiben.
 
Zu den Erscheinungsformen von Extremismus zählen unter anderem Rechtsextremismus, Linksextremismus und religiöser Extremismus. Eine wichtige Rolle spielt zudem die Radikalisierung, also der Prozess, durch den Menschen extremistische Einstellungen entwickeln oder übernehmen können.

Präventionsangebote zum Thema Extremismus

Präventionsangebote zum Thema Extremismus

Fortbildung:
Woher kommt die Gewalt? Jugendgewalt - Verstehen und handeln 

Die Veranstaltung thematisiert, ob die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen zunimmt, beleuchtet Hintergründe und Motive für Gewalthandlungen im öffentlichen Raum sowie Gewalt als Bewältigungsstrategie mit Risiko- und Schutzfaktoren und diskutiert Möglichkeiten und Grenzen von Prävention und Intervention.
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Informationsabend:
Gewaltprävention fängt Zuhause an

Ein stabiles, wertschätzendes Miteinander in der Familie ist der wirksamste Schutz vor verschiedenen Gewaltphänomenen wie beispielsweise Cybermobbing, Schlägereien oder Extremismus.
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Coaching:
Fachcoaching Gewaltprävention

Unterstützung und Beratung bei Projekten/Maßnahmen für Entscheidungsträger:innen sowie haupt- und ehrenamtliches Fachpersonal
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Beratung:
Erstberatung Mobbing, Cybermobbing und Gewalt

Informations- und Orientierungsgespräch zu Gewaltthemen für Betroffene und Angehörige
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Radikalisierung

Radikalisierung bezeichnet einen Prozess, in dem Menschen zunehmend extremere politische, religiöse oder ideologische Überzeugungen entwickeln. Dabei werden demokratische Werte, pluralistische Sichtweisen und Kompromissbereitschaft schrittweise abgelehnt. Radikalisierungsprozesse verlaufen in der Regel nicht abrupt, sondern entwickeln sich über längere Zeit und werden durch persönliche, soziale und gesellschaftliche Faktoren beeinflusst. Sie führen nicht zwangsläufig zu Gewalt, können diese jedoch begünstigen.
In den letzten Jahren wurde vermehrt beobachtet, dass der Radikalisierungsverlauf insbesondere durch soziale Medien und das Internet enorm beschleunigt werden kann.

Rechtsextremismus

Rechtsextremismus umfasst Ideologien und Bestrebungen, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder anderer Merkmale als ungleichwertig betrachten. Kennzeichnend sind rassistische, antisemitische oder nationalistische Einstellungen sowie die Ablehnung demokratischer Grundwerte. Häufig treten auch autoritäre Vorstellungen sowie die Idee einer ethnisch homogenen („völkischen“) Gesellschaft auf. Vielfalt und Gleichberechtigung werden dabei infrage gestellt oder abgelehnt.

Linksextremismus

Linksextremismus bezeichnet politische Ideologien, die nicht nur Kritik an bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen üben, sondern die demokratische Grundordnung ablehnen und durch ein grundlegend anderes Gesellschaftssystem – etwa eine klassenlose Gesellschaft durch die Überwindung des Kapitalismus – ersetzen wollen. Häufig werden staatliche und kapitalistische Strukturen grundsätzlich infrage gestellt, da sie als Ursache sozialer Ungleichheit gelten. In einigen Ausprägungen wird auch Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele betrachtet.

Religiöser Extremismus

Religiöser Extremismus liegt vor, wenn religiöse Überzeugungen so ausgelegt werden, dass sie über universelle Menschenrechte und demokratische Grundwerte gestellt werden. Andere Glaubensrichtungen oder Lebensweisen werden dabei abgewertet oder abgelehnt. In einigen Ausprägungen werden Gewalt oder Zwang mit religiösen Argumenten gerechtfertigt.
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