Geschlechterbezogene Gewalt bezeichnet jede Form von Gewalt, die Menschen aufgrund ihres (vermeintlichen) Geschlechts, ihrer Geschlechtsidentität oder zugeschriebener Geschlechterrollen betrifft.
Im Kontext der Gewaltprävention bezeichnet geschlechterbezogene Gewalt jede Form von Gewalt, die aus gesellschaftlichen Machtungleichheiten und diskriminierenden Geschlechternormen entsteht oder dadurch verstärkt wird.
Der Begriff umfasst sowohl die Perspektive der betroffenen Personen als auch jene der gewaltausübenden Personen, da beide in gesellschaftliche Rollenbilder, Machtverhältnisse und Gewaltmuster eingebunden sind.
Dazu gehören unter anderem:
- körperliche Gewalt (z. B. Schläge)
- psychische Gewalt (z. B. Einschüchterung, Kontrolle, Demütigung)
- sexualisierte Gewalt
- Ausgrenzung
Betroffen sein können Menschen aller Geschlechter, besonders häufig jedoch Frauen und Mädchen sowie trans*, inter* und nichtbinäre Personen.
Gleichzeitig richtet sich Gewaltprävention auch an Personen, die Gewalt ausüben oder Gefahr laufen, Gewalt auszuüben.
In der Gewaltprävention geht es darum:
- Ursachen geschlechterbezogener Gewalt frühzeitig zu erkennen,
- stereotype Rollenbilder und Machtungleichheiten abzubauen,
- Schutz und Unterstützung für Betroffene bereitzustellen,
- sowie Bildung, Sensibilisierung und rechtliche Maßnahmen zu fördern.