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Was ist Diskriminierung?
Jede Person hat einen eigenen, nicht absprechbaren Wert und ihre Würde ist unabhängig von ihrem Platz in der Gesellschaft. Dennoch erleben viele Menschen Diskriminierung – beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche oder im Kontakt mit Behörden.
Diskriminierung entsteht dort, wo Menschen aufgrund von Merkmalen wie Geschlecht, Sexualität, Geschlechtsidentität, Herkunft, Sprache, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sozialer Position benachteiligt, ausgeschlossen oder abgewertet werden. Sie kann zwischen Menschen entstehen, aber auch durch Institutionen, Regeln, Abläufe und gesellschaftliche Vorstellungen und Rahmenbedingungen.
Diskriminierung ist Gewalt. Sie muss dabei weder körperlich noch offensichtlich sein. Entscheidend ist, ob diese aufgrund eines Merkmals oder einer Zuschreibung stattfindet. Von Diskriminierung betroffen zu sein bedeutet oftmals über die Gewaltform hinaus, dass vorwiegend ein Merkmal einer Person (oder Personengruppe) wahrgenommen wird und der Mensch als Ganzes weniger oder gar nicht gesehen oder auch abgewertet wird. Diskriminierung kann sich auf das Wohlbefinden, die Gesundheit, die Lebensbedingungen und die gesellschaftliche Teilhabe auswirken.
Diskriminierung ist nicht erst dann da, wenn jemand bewusst diskriminiert. Sie ist Teil bestehender gesellschaftlicher Ungleichheiten und kann durch unser Handeln verstärkt, aufrechterhalten oder verändert werden. Manche Menschen erleben dabei mehrere Formen von Diskriminierung gleichzeitig, die sich überschneiden und gegenseitig verstärken können.
Diskriminierung betrifft damit nicht nur einzelne Menschen oder Gruppen, sondern auch unser Zusammenleben insgesamt.
Wie erkennen wir Diskriminierung? Welche Rolle spielen wir dabei? Und wie können wir gemeinsam etwas verändern?