Pilotprojekte Frühe Hilfen

bild von mitarbeiter Manuela Lechner Manuela Lechner Info 29.6.2019 Facebook Teilen

Grafik: Forum Prävention

Informationen zur Pilotprojektphase 2017-2019

In Südtirol entschied die Landesregierung Ende 2016 Frühe-Hilfen-Systeme in zwei Territorien aufzubauen. In den beiden ausgewählten Einzugsgebieten von Bruneck und Umgebung (ländliches Pilotprojekt) und Don Bosco/Bozen (städtisches Pilotprojekt) begann im Jänner 2017 die Umsetzung.

In den beiden Einzugsgebieten erfolgte die Realisierung des Frühe-Hilfen-Systems in der Pilotphase auf drei Ebenen:
  • Enge operative Einheit (Frühe-Hilfen-Team)
  • Enge strategische Einheit (Frühe-Hilfen-Arbeitsgruppe)
  • Erweiterte Gruppe (Frühe-Hilfen-Netzwerk)
Die Aufbauarbeit wurde vom Forum Prävention inhaltlich unterstützt und begleitet. Die Projektkoordination lag beim Amt für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion der Landesabteilung Soziales in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb. Auf Landesebene gab es zudem noch ein Projektteam und eine eigene Arbeitsgruppe, welche die Umsetzung begleitete.

Die Pilotphase endete im Juli 2019.

Frühe Hilfen Bruneck (Pustertal)
In Bruneck wurde bereits 2015 auf Initiative einer Gruppe von Fachpersonen ein Netzwerk ins Leben gerufen. Ziel war es die bestehenden Angebote besser aufeinander abzustimmen und fehlende professionelle Hilfsangebote für Familien mit Kindern im Alter von bis zu drei Jahren zu schaffen. Im Jahr 2017 wurde das Sprengelgebiet Bruneck und Umgebung aufgrund der geleisteten Vorarbeit als ländliches Einzugsgebiet für die Pilotprojektphase ausgewählt.

Aus einzelnen Mitgliedern der ursprünglichen Gruppe bildete sich die Frühe-Hilfen-Arbeitsgruppe. Das bereits bestehende Netzwerk wurde erweitert und zum Frühe-Hilfen-Netzwerk ausgebaut. Dieses setzt sich aus Fachpersonen der unterschiedlichsten Arbeitsbereiche des Sozial-, Gesundheits- und Betreuungsbereichs sowie dem Freiwilligenwesen zusammen.

Im Februar 2018 wurde ein interdisziplinäres Frühe-Hilfen-Team eingesetzt, das sich als niederschwelliger Bezugspunkt für Eltern mit Kindern im Alter von bis zu drei Jahren und für Fachpersonen etablieren konnte. Das Team setzte sich aus einer Mitarbeiterin der Bezirksgemeinschaft, einer Mitarbeiterin der Eltern-Kind-Beratung im Vorsorgedienst und einer Psychologin der Familienberatungsstelle fabe zusammen.

Ursprünglich bezog sich das Pilotprojekt nur auf das Sprengeleinzugsgebiet Bruneck und Umgebung, im Laufe des Projektes wurde jedoch entschieden, das gesamte Pustertal miteinzubeziehen.

Frühe Hilfen Don Bosco (Bozen)
Don Bosco wurde als städtisches Einzugsgebiet für eines der zwei Pilotprojekte Frühe Hilfen Südtirol ausgewählt.

In Don Bosco musste zu Projektbeginn zunächst eine Frühe-Hilfen-Arbeitsgruppe – zusammengesetzt aus Vertreter/inne/n aus den Bereichen Soziales, Gesundheit und Betreuung/Erziehung/Bildung – gebildet werden. Die Arbeitsgruppe unterstützte die Implementierung der Frühen Hilfen im Stadtgebiet über den gesamten Projektverlauf. Ein Frühe Hilfen Netzwerk wurde als weiterer wichtiger Baustein der Frühen Hilfen gebildet.

Im Jänner 2019 hat ein interdisziplinäres Frühe-Hilfen-Team seine Tätigkeit aufgenommen. Das Team setzt sich aus vier Mitarbeiter/inne/n – jeweils einer Fachperson aus dem Sozialsprengel, der Eltern-Kind-Beratung im Gesundheitssprengel, der Kleinkinderbetreuung und der Familienberatungsstelle ARCA – zusammen.
 
Weiterbildungen und Sensibilisierungsarbeit
Für die Fachleute aus den unterschiedlichen Professionen wurden im Projektverlauf in beiden Pilotsprengeln interdisziplinäre Fort- und Weiterbildungen zu verschiedenen Themen organisiert. So fand im November 2018 beispielsweise eine landesweite Tagung zum Thema "Frühe Hilfen und Interkulturalität" statt. Sensibilisierungsmaßnahmen für die Netzwerkpartner und Dienste des Territoriums wurden laufend durchgeführt. Dabei wurden die Mitarbeiter/innen unterschiedlichster Einrichtungen über die Frühen Hilfen informiert und konkrete Formen der Zusammenarbeit festgelegt.
 
Freiwilligenarbeit
In beiden Pilotsprengeln wurde der Aufbau eines Freiwilligenangebotes für Familie als wichtig erachtet. Freiwillige können die Familien zu einem frühen Zeitpunkt unterstützen, wenn Belastungen noch sehr gering sind und tragen dadurch zu deren Wohlergehen bei.

Im Pilotprojekt in Pustertal startete man in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Familienverband Südtirol Ende 2018 das Projekt „Freiwillige für Familien“. Auch in Don Bosco gab es Bemühungen ein Freiwilligenprojekt aufzubauen. Eine Partnerschaft aus verschiedenen Vereinen (La Strada-Der Weg, Officine Vispa, Donne Nissà) wird mit Unterstützung des Netzwerks der Eltern-Kind-Zentren den Aufbau eines Freiwilligenprojektes im Stile von Family Support vorantreiben.
 
Ausblick
Die Pilotphase in den beiden Territorien endete im Juli 2019. Innerhalb des Jahres 2020 soll das Angebot der Pilotsprengel in Bruneck (Pustertal) und in Don Bosco (Bozen) in die Regeltätigkeit übergehen. In den kommenden Jahren werden wiederum jeweils zwei Einzugsgebiete dazukommen, um schließlich ganz Südtirol ab 2024 mit Anlaufstellen für die Frühen Hilfen abzudecken.
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