Kinderfotos online: Leitfaden für einen verantwortungsvollen Umgang

News 24.4.2026 Teilen

Fotos von Kindern und Jugendlichen sind ein selbstverständlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit – ihre Veröffentlichung im Internet birgt jedoch Risiken. Ein neuer Leitfaden des Forum Prävention zeigt, wie Organisationen Kinderfotos und -videos sicher, bewusst und respektvoll einsetzen können.

Der neu ausgearbeitete Leitfaden bietet praxisnahe Unterstützung im Umgang mit Kinderfotos im Internet. Mit konkreten Hinweisen für die Planung, Aufnahme und Veröffentlichung von Fotos, zeigt er anhand einfacher Beispiele, welche Motive geeignet sind, und welche vermieden werden sollten. Auch Alternativen zu klassischen Fotos werden vorgestellt, so etwa Detailaufnahmen, Raum- und Projektbilder oder kreative Darstellungen ohne erkennbare Personen.

“Ziel des Leitfadens ist es, Einrichtungen, Organisationen und Vereine, die regelmäßig mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und Foto- sowie Videomaterial für ihre Öffentlichkeitsarbeit einsetzen, bei einer professionellen Gestaltung ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu unterstützen,” erklärt Melanie Kemenater vom Forum Prävention.

Im Zentrum der Orientierungshilfe stehen drei klare Botschaften:
  • Kinderschutz hat Vorrang: Bilder im Internet sind oft dauerhaft verfügbar und können leicht weiterverbreitet werden. Kinder und Jugendliche können die Folgen meist noch nicht vollständig einschätzen. Deshalb ist ein besonders sensibler Umgang notwendig – veröffentlicht werden sollte nur, was wirklich erforderlich ist.
  • Klare Regeln schaffen Sicherheit: Organisationen benötigen verbindliche Richtlinien, transparente Abläufe und dokumentierte Einwilligungen. So werden die Rechte der Kinder gewahrt und gleichzeitig rechtliche Sicherheit sowie Vertrauen bei Eltern und Öffentlichkeit gestärkt.
  • Medienarbeit ist auch Bildungsarbeit: Kinder und Jugendliche sollten altersgerecht einbezogen werden und lernen, was digitale Präsenz bedeutet. Der Leitfaden fördert so aktiv Medienkompetenz und einen reflektierten Umgang mit Bildern. „Dabei gilt es, den Schutz der Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu stellen und zugleich professionelle Öffentlichkeitsarbeit zu gewährleisten. Entscheidend ist, wie Fotos und Videos entstehen und verwendet werden,“ ergänzt Matthias Jud vom Forum Prävention.

„Die Bedeutung des Themas wächst weiter. Neue technologische Entwicklungen, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz, bringen zusätzliche Risiken mit sich: Bilder können verändert, missbraucht oder in neue Zusammenhänge gestellt werden. Umso wichtiger ist ein bewusster und zurückhaltender Umgang mit Veröffentlichungen,“ sagt Rosmarie Pamer, Sozial[1]und Familienlandesrätin.

Interessierte können den Leitfaden auf der Webseite des Forums Prävention unter www.forum-p.it herunterladen.

Pressekontakt: Melanie Kemenater (kemenater@forum-p.it) & Matthias Jud (jud@forum-p.it) oder zu
Geschäftszeiten unter: +39 0471 324 80