Das Motto zum Safer Internet Day 2026 heißt: „KI and Me – Künstliche Beziehungen“. Der Fachbereich Digitale Lebenswelten erklärt was passiert, wenn Kinder und Jugendliche sich mit KI-Bots anfreunden.
KI als Gesprächspartner
KI-Bots werden zunehmend genutzt, um Fragen zu Gesundheit, Schule, Freundschaft oder Sexualität zu stellen.
Dabei funktionieren diese Chatbots ähnlich wie persönliche Freund:innen oder empathische Ratgeber. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass KI-Systeme Nähe und echtes Mitgefühl nur vortäuschen.
Warum sich KI manchmal „nah“ anfühlt
Studien zeigen, dass Menschen im Gespräch mit KI emotionale Nähe empfinden können. Besonders stark ist dieses Gefühl, wenn sie nicht wissen, dass sie mit einer KI sprechen. Manche fühlten sich der KI sogar stärker verbunden als mit echten Menschen, da die Antworten oft sehr persönlich und zustimmend wirken. Sobald den Nutzer:innen bewusst´ist, dass es sich um eine KI handelt, nimmt dieses Nähegefühl deutlich ab.
Risiken für junge Menschen
Gerade für Kinder und Jugendliche ist das ein sensibles Thema. Sie befinden sich in einer Phase der Entwicklung und Unsicherheit, in der Freundschaften, Beziehungen und die eigene Identität besonders wichtig sind. Wenn KI fortwährend versucht, Nähe zu erzeugen, kann das zu falschen Erwartungen oder emotionaler Abhängigkeit führen.
Klare Regeln, Medienkompetenz und Erwachsene sind gefragt
Es braucht klare Regeln und ethische Leitlinien für KI-Systeme sowie eine gezielte Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen:
- Wir alle müssen lernen die KI kritisch zu hinterfragen.
- Erwachsene müssen zuhören, Orientierung geben und bei Sorgen erreichbar sein.
Unterstützung Termine:
- Für Eltern: Auf der Seite start-smart.it gibt es den „Smartphone-Führerschein für Eltern“ mit vielen Tipps.
- Elternfrühstück: Am 21.02.2026 gibt es im Jux Lana ein Frühstück für Eltern. Dort kann man gemeinsam über aktuelle Jugendthemen reden.
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