Filmreihe "Fragile Jugend"

Projekt 25.10.2017 Teilen

Zwischen Hoffnung, Risiko und Chance

Das Bild über Jugendliche ist oft zweideutig: Auf der einen Seite wird Jungsein mit Schönheit und Unverwundbarkeit verbunden, auf der anderen Seite werden jugendliche Lebenswelten mit Abweichung und Gefahr verbunden.
Dass die Phase des Heranwachsens auch mit Unsicherheiten und brüchigen Identitäten zu tun hat, kommt in der Öffentlichkeit weniger zur Sprache. Die Phase der Pubertät ist auch gekoppelt mit vielen Zweifeln und Fragen über das eigene Dasein. Auf diesen Aspekt will sich die Filmreihe konzentrieren.
Das Forum Prävention und die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Südtiroler Sanitätsbetriebs organisieren in Zusammenarbeit mit dem Bozner Filmclub 3 Filmabende zum Thema „kritische Jugendphase heute“. In den 3 ausgewählten Filmen werden besondere Herausforderungen, die Jugendlichen in dieser Altersphase begegnen können, beleuchtet. Dabei geht es um Auseinandersetzungen mit dem Sinn des Lebens, der Suche nach dem eigenen Ich und der Rolle innerhalb eines komplexen Gesellschaftssystems, aber auch um Belastungen wie erlebte Traumata, Mobbing, Ausgrenzung und Gewalterfahrungen. Auch die Beziehungen zu Erwachsenen, speziell die zu den eigenen Eltern, werden thematisiert.
In den Filmen werden Geschichten erzählt, die von der Sensibilität und den Erfahrungen der Autoren geprägt sind. Ettore Scola beschreibt es treffend:  „Das Kino ist Zweifel, nicht Bestätigung. Ein Film soll nicht Lösungen bieten, sondern Fragen stellen, gewisse Zweifel unterstreichen, Antworten wahrnehmen, die in der Luft liegen und sie anbieten.“
Jedem Film geht eine kurze Einleitung voraus. Dabei präsentieren junge Menschen im Alter von 16-19 Jahren Auszüge aus der Textsammlung „Ausbruchstimmung“. Die Texte sind im Rahmen der AFZACK Jugendprojekte entstanden und geben einen Einblick in die Gedanken - und Gefühlswelten der jungen Autor/inn/en. Nach der Filmvorführung kommentieren Fachleute des Forum Prävention und der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste die Filme und diskutieren sie mit dem Publikum.
Die Filme werden im Filmclub Bozen gezeigt:
 
15.11.17 – ore 20. In un mondo migliore (in lingua italiana)
Discussione: Alessandro Ghirardo (Servizio di psichiatria e psicoterapia dell’età evolutiva), Sarah Trevisiol (Forum Prevenzione), Luigi Basso (Servizio Psichiatrico)
Il dottor Anton, che opera in un campo profughi in Africa, torna a casa nella monotona tranquillità di una cittadina della provincia danese. Qui si incrociano le vite di due famiglie e sboccia una straordinaria e rischiosa amicizia tra i giovani Elias e Christian. La solitudine, la fragilità e il dolore, però, sono in agguato e presto quella stessa amicizia si trasformerà in una pericolosa alleanza e in un inseguimento mozzafiato in cui sarà in gioco la vita stessa dei due adolescenti.
 
22.11.17 – 20:00 Uhr. Atmen (in deutscher Sprache)
Diskussion: Andreas Conca (Kinder- und Jugendpsychiatrie) , Peter Koler, Florian Pallua (Forum Prävention)
Der neunzehnjährige Roman Kogler steht kurz vor seiner möglichen vorzeitigen Haftentlassung aus der Jugendstrafanstalt. Doch Roman hat schlechte Karten – verschlossen, einzelgängerisch, ohne familiären Anschluss, scheint er für eine Sozialisierung unfähig. Ausgerechnet der Freigängerjob bei einem Bestattungsunternehmen führt Roman über den Umweg Tod zurück ins Leben.
 
29.11.17 – ore 20. 17 ragazze (in lingua italiana)
Discussione: Raffaela Vanzetta (Infes – centro per i disturbi alimentari), Luana Bussadori, Lorenzo Bassani (Servizio di psichiatria e psicoterapia dell’età evolutiva)
In una piccola città francese sull'Atlantico, diciassette ragazze dello stesso liceo prendono una decisione eclatante: rimanere incinte tutte insieme, nell'arco di poche settimane. Quello che sembra un gioco provocatorio si rivelerà un gesto d'amore e di ribellione, una scelta di libertà capace di andare oltre ogni pregiudizio.
 
Eintritt – ingresso: 5€