Spielsucht

Aktion Spielsucht - Glücksspiel in Südtirol

Glücksspiel ist in Südtirol weit verbreitet. Die meisten Personen spielen sporadisch und verantwortungsvoll, die Verluste halten sich in Grenzen. Für einen kleinen Teil der Bevölkerung sind Glücksspiele jedoch mehr als ein kurzweiliges Vergnügen, sie bestimmen den Alltag und Geldverluste werden zunehmend problematisch. Hier wird von einer Spielsucht gesprochen. Wer eine Glücksspielsucht hat benötigt Hilfe. In Südtirol gibt es hierfür Beratung und Therapie.

Das Netzwerk

In Südtirol gibt es das Netzwerk Spielsucht. Es bietet Prävention, Beratung und Therapie an. Das Netzwerk besteht aus:
  • Dienste für Abhängigkeitserkrankungen Bozen, Brixen, Meran und Bruneck
  • Forum Prävention – Fachstelle Sucht
  • Schuldnerberatung Caritas
  • Psychosoziale Beratungsstelle Schlanders
  • Verein HANDS
  • Therapiezentrum Bad Bachgart

Was macht das Netzwerk?

Giuditta Sereni vom Forum Prävention ONLUS erlärt wie GLücksspiel- Prävention in Südtirol gemacht wird und welche Angebote das Netzwerk Spielsucht hat.

Das Glücksspiel

Glücksspiele sind Spiele wo um Geld gespielt wird in der Hoffnung noch mehr Geld zu gewinnen. Der Ausgang der Glücksspiele hängt dabei nicht vom Geschick der Spielenden sondern sind vom Zufall bestimmt. Ob Rubbellose, Lotto, Casinospiele oder Slotmachinene; Glücksspiele sind so konzipiert, dass man auf Dauer unweigerlich mehr Geld verliert als gewinnt. Die Spielehersteller sind die eigentlichen Gewinner.

Eine große Verbreitung finden Glücksspiele durch das Internet und das Smartphone.

Denn damit sind Online-Glücksspiele immer und ständig verfügbar, das Geld wird bequem von der Kreditkarten abgebucht. Dadurch wird die Selbstkontrolle und Selbstbeherrschung deutlich erschwert.

Riskante Börsenspekulationen oder das Handeln mit Kryptowährungen werden zwar nicht zum Glücksspiel gezählt, sie sind aber vergleichbar.

Auch dort geht es um hohe Einsätze und hohe Verluste bei unsicherem Ausgang. Riskante Börsenspekulationen besitzen sowie das Glücksspiel ein hohes Suchtpotential.

Glücksspiel macht reich – aber nicht die Spielenden

In Südtirol gibt eine Person im Durschnitt circa 1.300 Euro im Jahr für Glücksspiele aus. Insgesamt sind es ungefähr eine halbe Millionen Euro die jährlich in Südtirol gespielt werden. Die größten Gewinner sind die Spielehersteller. Die Spielerinnen und Spieler verlieren auf Dauer immer.
 

Der Traum vom großen Gewinn wird ausgenutzt

Glücksspiele täuschen hohe Gewinnchancen vor und setzen bestimmte Mechanismen ein die das Suchtpotential erhöhen:
  • hohe Ereignisfrequenz und schnelle Auszahlungen bei Spielautomaten verhindern Denkpausen. Weiterspielen wird dadurch automatisiert.
  • Fast-Gewinne lassen den Gewinn greifbar erscheinen und geben ein gutes Gefühl
  • Punkte, Bonusse und Spielwährungen verschleiern den eigentlichen Geldwert und somit die Verluste.

Das problematische Glücksspiel

Wie erkennt man eine Spielsucht?

Wie erkennt man eine Spielsucht?

Häufig zeigt sich ein exzessives Spielverhalten einem Angehörigen erst, wenn immer wieder Geld fehlt oder Schulden nicht mehr versteckt werden können. Bei Spielsüchtigen dreht sich letztlich alles ums Spielen. Freunde, Familie und die Arbeit können schnell in den Hintergrund geraten und werden vernachlässigt. Dadurch entstehen immer wieder neue Schwierigkeiten und das Glücksspiel wird zum Zufluchtsort wo man von Problemen und Sorgen abgelenkt ist. 

Das sind Anzeichen für eine Spielsucht:
  • das Spielverhalten kann nicht mehr kontrolliert werden
  • es wird weitergespielt trotz negativer Konsequenzen
  • es treten Entzugserscheinungen auf (Gereiztheit, Nervösität usw.)
  • das Spielen verursacht Probleme in vielen Lebensbereichen 

Welche Symptome gibt es bei einer Glücksspielsucht?

Welche Symptome gibt es bei einer Glücksspielsucht?

Nicht jeder der spielt ist süchtig oder hat ein Problem. Bei einigen Spielern und Spielerinnen gerät das Glücksspiel jedoch außer Kontrolle. Glücksspiel wird zu einem zwanghaften Drang.

Folgende Symptome können bei einer Spielsucht auftreten:
  1. Die Gedanken kreisen sich ständig ums Glücksspiel
  2. Unruhe und Gereiztheit beim Versuch nicht zu spielen
  3. Heimliches Spielen und Lügen - Spielschulden und Geldleihe bei Bekannten und Freunden
  4. Versuche das Spielen unter Kontrolle zu halten scheitern
  5. Es wird gespielt um vor eigenen Problemen abzulenken und zu flüchten
  6. Das Spielen verursacht Probleme in der Partnerschaft, in der Familie oder am Arbeitsplatz
  7. Trotz negativer Folgen wird weitergespielt

Spielsüchtige leiden häufig zusätzlich unter Angststörungen, Panikattacken, Depressionen oder Persönlichkeitsstörungen. 

Was tun wenn ich oder eine angehörige Person eine Spielsucht hat?

Was tun wenn ich oder eine angehörige Person eine Spielsucht hat?

Eine Spielsucht aus eigener Kraft loszuwerden kann schwierig sein. Eine professionelle Unterstützung kann helfen, die Sucht in den Griff zu bekommen und ein freies und selbstbestimmtes Leben zurück zu erlangen.

In Südtirol gibt es zahlreiche Einrichtungen und Dienste die Erstgespräche, Beratungen und Therapieangebote für Spielsüchtige und auch Angehörige anbieten.

Die Glücksspielsucht ist als psychische Krankheit anerkannt. Alle Angebote des Netzwerkes sind daher kostenlos.

Wer eine Glücksspielsucht hat, benötigt Hilfe. In Südtirol gibt es hierfür entsprechende Beratungsstellen und Therapieangebote.

Wie funktioniert eine Therapie in Bad Bachgart?

Psychologin Doris Thaler spricht über die therapeutischen Angebote in Bad Bachgart.

Therapieangebote bei HANDS und im SERD

Psychologe Paolo Belletati (Hands) erklärt die Beratungs- und Hilfsangebote für Spieldende und Angehörige.

Beratung & Hilfe



 

Für ein Erstgespräch rufen Sie die kostenlose Nummer an:

Oder kontaktieren Sie uns via E-Mail

Direkter Kontakt zu den Netzwerkpartner

Dienste für Abhängigkeitserkrankungen Südtirol

Dienste für Abhängigkeitserkrankungen Südtirol

Dienste für Abhängigkeitserkrankungen 

Dfa Bozen

Neubruchweg 3
0471 907 070
serd-dfa.bz@sabes.it
Website


DfA Brixen
Romstr. 5
0472 813 230
 
dfa.bx@sabes.it
Website


DfA Bruneck
Andreas-Hofer Str. 25
0474 586 200
serd-bruneck@sabes.it
Website


DfA Meran
Alpinistr. 3
0473 251 760
serd.me@sabes.it
Website

Psychosoziale Beratung der Caritas in Schlanders

Psychosoziale Beratung der Caritas in Schlanders

Psychosoziale Beratung der Caritas - Schlanders
Beratung und Begleitung bei Suchtproblemen

Hauptstr. 131, Schlanders
0473 621 237
psb@caritas.bz.it
Website

HANDS - Therapiezentrum in Bozen

HANDS - Therapiezentrum in Bozen

HANDS Onlus
Kompetenzentrum für Abhängigkeitserkrankungen von Alkohol, Medikamenten und pathologischem Glücksspiel

Duca D’Aostastr. 100
0471 270 924
associazione@hands.ines.org
www.hands-bz.it

Bad Bachgart - Therapiezentrum in Rodeneck

Bad Bachgart - Therapiezentrum in Rodeneck

Therapiezentrum Bad Bachgart

St. Pauls 56, Rodeneck
0472 887 600
badbachgart@sabes.it
Website

Schuldnerberatung der Caritas Südtirol

Schuldnerberatung der Caritas Südtirol

Schuldnerberatung Caritas 


Beratung Bozen

Sparkassenstraße 1
0471 304 380
sb@caritas.bz.it
Website


Beratung Meran
Galileo Galilei Straße (Ecke Verdistraße)
0473 495 630
sbmeran@caritas.bz.it
Website

Beratung Brixen
Bahnhofsstraße 27A 
0472 205 927
sbbrixen@caritas.bz.it
Website

Beratung Bruneck
Paul von Sternbach Straße 6
0474 413 977
sbbruneck@caritas.bz.it
Website


 

Forum Prävention – Prävention und Information

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Forum Prävention -  Fachsstelle Sucht

Talfergasse 4, Bozen
0471 324 80
info@forum-p.it
www.forum-p.it