2017 wurde von der EU-Kommission als Jahr gegen Gewalt an Frauen ausgerufen

bild von mitarbeiter Sarah Trevisiol Sarah Trevisiol News 1.8.2017 Teilen

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Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) hat in den vergangen Jahren die größte repräsentative Studie, die international zum Problem Gewalt an Frauen jemals erstellt wurde, durchgeführt und 2014 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind erschreckend: Eine von drei Frauen hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren, eine von fünf Frauen wurde verfolgt („gestalkt“) und jede zweite Frau war mit einer oder mehreren Formen der sexuellen Belästigung konfrontiert.
Die Erhebung der FRA ist die erste dieser Art über Gewalt an Frauen in den 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Befragt wurden 42 000 Frauen über ihre Erfahrungen mit körperlicher, sexueller und psychischer Gewalt, inklusive Vorfälle „häuslicher Gewalt“. Zudem wurden Fragen zu Stalking, sexueller Belästigung und der Rolle von neuen Technologien bei Missbrauchserfahrungen, gestellt. 
http://fra.europa.eu/en/publication/2014/violence-against-women-eu-wide-survey-main-results-report

Die EU Kommission hat 2017 als Jahr gegen Gewalt an Frauen erklärt. Lange Zeit wurde dieses Thema vollständig tabuisiert. Viele der betroffenen Frauen fühlen sich immer noch hilflos. Scham, Unsicherheit und Angst vor weiteren Übergriffen hindern sie daran ihre Rechte einzufordern und Hilfe zu suchen. Viele sprechen mit niemandem über die erlebte Gewalt. Eines kam nämlich klar bei der Studie der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) hervor: Gewalt gegen Frauen ist eine weitaus verbreitetere Realität als öffentlich angenommen und soll daher wahrgenommen (ernst genommen) werden. Gewalt gegen Frauen ist eine Verletzung der Grundrechte hinsichtlich ihrer Würde, dem Zugang zur Justiz und der Gleichheit der Geschlechter. Größere Aufmerksamkeit kann dazu beitragen Gewalt gegen Frauen vermehrt zu verhindern.

 
https://www.youtube.com/watch?v=4_Obd89Ut1E
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