Der Begriff Prävention leitet sich ab vom lateinischen Wort „praevenire“ und bedeutet
ZUVORKOMMEN. Die Prävention möchte gesundheitsschädigenden und zwanghaften Verhaltensgewohnheiten sowie Abhängigkeiten zuvorkommen. Sie orientiert sich an dem, was der Mensch zur Bewältigung seiner Lebensaufgaben und für sein Wohlbefinden benötigt:
- Lebenssinn
- Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein
- Verbundenheit mit sich, den anderen, der Welt, dem Kosmos
- Vertrauen und Zuversicht
- Verantwortungsbewusstsein
- Konfliktfähigkeit
- Frustrationstoleranz, die Fähigkeit unangenehme Situationen auszuhalten
All diese Aspekte lassen sich aber nicht so einfach vermitteln oder per se einüben; sie sind vielmehr das Ergebnis aus Erfahrungen und Erlebnissen im Alltag und deren Bewertung.
Das breite Feld sportlicher Handlungsformen
SPIELEN - ÜBEN - TRAINIEREN - LEISTEN - ERFAHREN - EMPFINDEN - GESATLTEN - VERÄNDERN - ENTSPANNEN - ERHOLEN - sich WAHRNEHMEN - sich VORSTELLEN - sich AUSDRÜCKEN
kann einen Rahmen bieten, solche Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen.
Jede Handlungsform des Sports enthält das Potential für die Entwicklung wichtiger Dispositionen, wie zum Beispiel die Fähigkeit zu Hilfsbereitschaft, Mut, Toleranz, Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit und Geduld, die Fähigkeit zu bewusstem Handeln und Verändern oder zu geistiger Beweglichkeit.
Der Transfer dieser Dispositionen auf andere Lebensbereiche ist als pädagogische, gesundheitsfördernde und suchtpräventive Möglichkeit zu sehen; sie können Selbstsicherheit und Selbstvertrauen stärken.